Pilot: Power-to-Heat in bayerisch Schwaben

Die Wärmeversorgung Schwaben (WVS), eine Tochter der LEW-Gruppe, entlastet mit einer Power-to-Heat-Anlage in Königsbrunn bei Augsburg das Netz.

Die Power-to-Heat-Anlage selbst wurde bereits im vergangenen Herbst errichtet. Sie wandelt Strom in Wärme um und soll dazu beitragen das Netz bei starken Schwankungen zu stabilisieren. Darüber hinaus stellt die Anlage negative Sekundärregelleistung bereit. Die Präqualifizierung dazu hat die Anlage bereits abgeschlossen, seit Dezember 2015 läuft sie im Regelbetrieb.

Hinter der Anlage steckt ein Elektroheizkessel, der maximal 600 KW Sekundärregelleistung zur Verfügung stellen kann. Die Anlage wird über den Regelenergie-Pool der Lechwerke (LEW) vermarktet, eine RWE-Tochter. Mit der erzeugten Wärme wird das angeschlossene Wärmenetz mit 60 Grad Vorlauftemperatur versorgt. Sollte im Moment des Regelenergieabrufs keine Wärme im Netz benötigt werden, fließt die Energie in einen bereits vorhandenen 50 Kubikmeter großen Speicher.

Jedes Mal, wenn die Pilotanlage in Königsbrunn überschüssigen Strom auf Abruf aufnimmt, erhält sie eine Vergütung. Für die Bereitschaft jederzeit Strom abzunehmen, gibt es zudem einen Leistungspreis. (sg)