Dong bekennt sich zu Deutschland-Geschäft

Der Verkauf der Dong-Beteiligung an den Stadtwerken Lübeck an die Stawag ist perfekt. Dong will sein restliches Deutschland-Engagement weiterführen

Heute (6. Aug. 13) haben Vertreter des dänischen Energiekonzerns Dong und der Stawag Stadtwerke Aachen AG in Hamburg den Kaufvertrag über den 25,1%-Anteil an den Stadtwerken Lübeck unterzeichnet. Die konkrete Zusammenarbeit der beiden Kommunalversorger soll im September beginnen, so Lübecks Bürgermeister Bernd Saxe bei einem gemeinsamen Pressegespräch in Lübeck zusammen mit Stawag-Chef Dr. Christian Becker und Dong-Senior Vice President Evert den Boer.

Den Boer begründete den Rückzug mit der strategischen Konzentration auf Schwerpunktaktivitäten wie Wind offshore. Diese fänden nach wie vor in Deutschland statt, ebenso wie das Midstream-Geschäft, versicherte er. Für diese Geschäftsfelder hat Dong je eine deutsche Tochter-GmbH in Hamburg. Dong begrüßt auch, dass sich die Zusammenarbeit mit den Lübeckern nach neun Jahren gesellschaftsrechtlicher Beteiligung in anderer Form fortsetzt: im Windpark Nysted und in einer Klimapartnerschaft.

Bürgermeister Saxe nannte Stawag den richtigen strategischen Partner für die Stadtwerke Lübeck. Der SPD-Politiker hatte gegen den mehrheitlichen Ratsbeschluss agiert, der eine rein lübische Lösung vorsah und damit die Stawag ausgebootet hätte. Dieser Rückkauf durch die hochverschuldete Hansestadt war aber von der Kommunalaufsicht untersagt worden, so dass die Stadt ihr Vorkaufsrecht nicht ausüben konnte. Die Stadtwerke Lübeck sind derzeit in mehrerlei Hinsicht in einer Krise. Details: siehe gedruckte ZfK-Ausgabe 7/2013, Seite 10. (geo)