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EnBW: Neues Angebot mit intelligenten Lichtmasten

EnBW bietet ein Konzept zur vernetzten Straßeninfrastruktur an. Im Mittelpunkt steht eine intelligente Straßenbeleuchtung mit mehreren Funktionen.

Die intelligente multifunktionale Straßenbeleuchtung mit dem Namen "SM!GHT" (Smart City Light) spendet neben LED-Lampen nicht nur Licht, sondern die Masten lassen sich mit öffentlichem Wlan, Notruffunktion sowie Ladetechnik für Elektroautos bestücken.

Die Produkte unter dem Dach von "SM!GHT" gibt es in mehreren Varianten: Gemeinden können etwa ihre bisherigen Laternenmasten mit öffentlichem Wlan nachrüsten. Mit der Internetanbindung lassen sich zudem künftige Technologien steuern, integrieren und vernetzen. Bei einem kompletten Austausch der Straßenbeleuchtung können die neuen Lichtmasten mit folgenden Optionen ausgerüstet werden: Die Ladetechnik bietet Strom für Elektroautos mit Hilfe einer gewöhnlichen Haushaltssteckodse und einer dreiphasigen Typ-2-Anbindung mit bis zu 22 kW Schnellladefunktion. Die Identifikation erfolgt per Chipkarte.

Die Ausstattung mit Umweltsensorik misst Lärm, Feinstaub, Helligkeit, Luftdruck und -feuchtigkeit sowie die Temperatur. Diese Daten lassen sich EnBW zufolge aufzeichnen und automatisch übers Internet versenden oder direkt auf einem Display anzeigen.

Hinzu kommt ein Notrufknopf am Masten, der innerhalb von Sekunden eine Verbindung herstellt, um Hilfe zu rufen. Eingebaute Mikrophone und Lautsprecher ermöglichen ein Gespräch mit der Notrufzentrale. Gleichzeitig leuchtet an der Mastspitze ein SOS-Signal, um zu zeigen, wo Hilfe benötigt wird.

Die Kosten für die Multifunktionsmasten liegen lt. EnBW bei der Variante mit 4,5 m Höhe bei 8500 €. Bei einer Höhe von 6 m beträgt der Preis 9500 €. Mehrere Pilotgemeinden in Deutschland testen die Technologie bereits. Der Versorger wird die Masten auf der Internationalen Automobilausstellung (IAA) vom 17.–27. September in Frankfurt präsentieren. (sg)