Einige Stadtwerke erhöhen Anteil an Südweststrom

Um die Stadtwerkekooperation Südweststrom flexibler zu machen, haben sich acht von 57 Gesellschaftern an einer Kapitalerhöhung beteiligt.

Zum Jahreswechsel hat die Stadtwerkekooperation Südwestdeutsche Stromhandelsgesellschaft mbH (Südweststrom) aus Tübingen ihr Stammkapital per Saldo um 1,42 auf 16,25 Mio. Euro erhöht. Dies teilte Südweststrom gestern der Presse mit. Für die ZfK gab es auf Anfrage einige Zusatzinfos.

Demnach ist ein Hauptziel der Kapitalerhöhung, dass Südweststrom flexibler fertige oder erst zu entwickelnde Windparks kaufen kann, bevor die Gremienentscheidungen interessierter Stadtwerke und Energiegenossenschaften vorliegen. Zudem soll die Kooperation künftige Geschäftsfelder schneller entwickeln und neue Dienstleistungen rascher auf den Markt bringen können. Dienstleistungen machten 2014 dem Geschäftsbericht zufolge erst 2,3 Prozent des Umsatzes aus. Das gesamte Eigenkapital von Südweststrom steigt durch den Schritt von 39 auf gut 43 Mio. Euro.

An der Kapitalerhöhung beteiligten sich acht der 57 meist kommunalen Gesellschafter. Es sind dies die Energieversorgung Filstal in Göppingen, die Netzkauf EWS eG von den Schönauer Stromrebellen, die Stadtwerke Horb, Schorndorf, Rottenburg/Neckar, Bietigheim-Bissingen und Engen sowie die Gemeindewerke Gundelfingen. Sie haben auch nach der Kapitalerhöhung lediglich Südweststrom-Anteile jeweils vom Promillebereich bis unter 7 Prozent. Reduziert haben dagegen die Stadtwerke Walldürn. Südweststrom selbst verkaufte seinen eigengehaltenen Mini-Anteil an die acht Stadtwerke.

Die Kooperation erzielte gemäß dem im Sommer 2015 veröffentlichten Geschäftsbericht 2014 bei einem Umsatz von 735 Mio. Euro einen Jahresüberschuss von knapp 6 Mio. Euro, bei positivem Cashflow und gewachsenem Finanzmittelfonds. Über den Jahresabschluss 2015 wird man erfahrungsgemäß erst im Sommer etwas erfahren, hieß es aus Tübingen. (geo)