Nicht alle sehen in der Erzeugung von Strom aus regenerativen Energieträgern einen Vorteil. Manche stören sich auch daran. Bild: © Imke Stuckmann

Schleswig-Holstein Netz: Zuwachs bei Umsatz und kommunalen Partnern

Der größte Netzbetreiber im Norden hat nicht nur kräftig in die Daseinsvorsorge investiert, sondern 2017 auch neue Anteilseigner gewonnen, die von steigenden Umsätzen profitieren.

Im Rahmen der jährlichen Hauptversammlung teilten Aufsichtsrat und Vorstand der Schleswig-Holstein Netz (SH Netz) die Geschäftszahlen des vergangenen Jahres mit. Mit sieben neuen Aktionären sind nun 343 Städte und Gemeinden an dem Unternehmen beteiligt. Die neuen und alten Anteilseigner durften sich über 13,7 Mio. Euro Dividende freuen.

2,55 Milliarden Euro Gesamtumsatz erzielte der Netzbetreiber im Geschäftsjahr 2017, das sind 35 Mio. Euro mehr als im Vorjahr. Gleichzeitig investierte das Unternehmen 123 Mio. Euro in den Ausbau der Strom- und Gasnetze in Schleswig-Holstein. So wurden insgesamt 250 Kilometer Strom- und Gasleitungen neu gebaut, weitere 51 Mio. Euro flossen wiederum in die Instandhaltung der bestehenden Anlagen.

Stromexport dank steigendem Anteil von Erneuerbaren im Netz

Außerdem hat das Unternehmen 21 Umspannwerke und 16 Gasdruckregelanlagen verstärkt oder neu errichtet. Daneben konnten 2017 weitere 850 Anlagen zur Erzeugung Erneuerbarer Energien und 66 Ladepunkte für E-Mobilität errichtet werden.

Der Anteil der Erneuerbaren im Netz stieg dank dem Ausbau der Erzeugungsanlagen um 16 Prozent – insgesamt nahm SH Netz 14 Milliarden kWh Strom aus regenerativen Quellen in sein Netz auf. Da der Stromverbrauch auf Vorjahresniveau blieb, wurden insgesamt 30 Prozent mehr Ökostrom eingespeist als entnommen. Dementsprechend exportierte das Unternehmen 58 Prozent des Jahres Strom in das deutschlandweite Netz. (ls)