Stuttgart: Energiepartnerschaft liegt auf Eis

Nach einer Eingabe des Konzessions-Mitbewerbers E-Werke Schönau beim BKartA, gebe es Differenzen zwischen den Stadtwerken Stuttgart und der EnBW.

Nach Darstellung der "Stuttgarter Nachrichten" will Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne) den neuen Konzessionsvertrag zwischen den Stadtwerken Stuttgart (SWS) und der Energie Baden-Württemberg (EnBW) nicht unterschreiben. Grund sei eine Beschwerde des Konzessions-Mitbewerbers E-Werke Schönau (EWS) beim Bundeskartellamt.

Während die SWS auf eine zügige Verhandlung drängen und eine Bewertung der in die neue Gesellschaft von EnBW und SWS übergehenden Anlagen verlangen würden, wolle EnBW die sensiblen Daten noch nicht herausgeben. An der bislang namenlosen Gesellschaft werden die Stadtwerke 74,9 % halten. Zwar habe der Energieriese aus Baden-Württemberg nach eigenen Angaben Interesse daran, dass die Partnerschaft wie geplant starte, dies sei aber hinsichtlich der ungeklärten Eingabe beim Kartellamt gefährlich. Die Rechtssicherheit gehe vor. Seitdem liege die Partnerschaft auf Eis, schreibt das Blatt.

Ein weiterer Streitpunkt sei ob das Hochspannungsnetz zur neuen Firma gehöre. Die SWS bevorzugen ein zusammenhängendes Netz, um Energieflüsse sowie Speicher und Lasten sinnvoll zu binden. EnBW poche darauf, dass das Hochspannungsnetz im Konzessionsverfahren nicht angeboten worden sei, weshalb man auch nicht versuche "nachträglich etwas aus dem Angebot herauszuschneiden", zitieren die "Stuttgarter Nachrichten" den Konzern. (sg)