Mannheimer Investitionsoffensive auf gutem Weg

Die Investitionsoffensive des Mannheimer Versorgers MVV Energie ist auf gutem Wege.

Von den vor drei Jahren angekündigten 3 Mrd. €, die in Erneuerbare, Fernwärme sowie in Erhalt und Pflege bestehender Netze und Anlagen fließen sollen, sind schon mehr als 1,9 Mrd. € entweder verbaut oder verbindlich beschlossen. Das teilte MVV-Chef Dr. Georg Müller auf der Bilanzpressekonferenz mit. So ging im Frühjahr der größte süddeutsche Windpark bei Kirchberg im Hunsrück in Betrieb, kürzlich übernahm MVV vom spanischen Iberdrola-Konzern sieben deutsche Windparks, 2014 soll im englischen Plymouth ein neues Müllheizkraftwerk den Betrieb aufnehmen, die Baugenehmigung für die zweite Biomethananlage in Kroppenstedt lag jüngst in der Post und der leistungsstärkste deutsche Fernwärmespeicher beim Großkraftwerk Mannheim ist bereits im Bau.

Bei einem Umsatzanstieg von 9 % auf 3,9 Mrd. €, der sich in allen Sparten zeigt, ist das Ergebnis erwartungsgemäß leicht gesunken - aber weniger stark, als die eigenen Prognosen nahegelegt hatten. Das um nicht operative Effekte aus Finanzgeschäften bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (adjusted Ebit) lag mit 223 Mio. € zwar um 8 % im Minus, aber immer noch um 3 Mio. € über den ursprünglichen Erwartungen. Weil sich stark gestiegene Finanzaufwendungen, die aus der Investitionsoffensive herrühren, als absolute Summe durch die Bilanz hindurchziehen, hat sich der Gewinn nach Steuern und Fremdanteilen scheinbar stärker um 26 % auf 80 Mio. € vermindert. Gründe für den sinkenden Gewinn sind etwa der Turbinenschaden im Gemeinschaftskraftwerk Kiel, der sich mit 10 Mio. € bemerkbar machte, die niedrige Stromerzeugungsmarge, das milde Wetter sowie Abschreibungen in Höhe von 10 Mio. € im Bereich Energiedienstleistungen. (wa)