Die SW Flensburg bereiten sich wie viele andere mit unterschiedlichen Maßnahmen auf das Corna-Virus vor.
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SW Flensburg: Notfall-Schlafplätze für ein isoliertes Weiterarbeiten

Wie alle kommunalen Versorger bereiten sich auch die Stadtwerke Flensburg auf das Corona-Virus vor. Neben Schlafplätzen wird auch der Personaleinsatzplan der ungewöhnlichen Situation angepasst.

Die Stadtwerke Flensburg bereiten sich unter anderem mit Notfall-Schlafplätzen auf das Corona-Virus vor, wie diese mitteilten. In diesem Kontext erläutert Dirk Roschek, Leiter der Erzeugung der Stadtwerke: "Wir haben die Leitwarte für alle Kollegen, die dort nicht arbeiten, gesperrt. Es haben nur noch die Fachleute dieses Bereiches Zugang." Denn die Leitwarte ist im Prinzip das Gehirn des Kraftwerks, von dem aus die gesamte Energieerzeugung gesteuert wird und deren sicherer Betrieb an oberster Stelle steht. Neben der zentralen Leitwarte gibt es diverse kleine Notleitwarten im Hause, von denen mit einer Ersatz-Crew gefahren werden könnte.

Falls es zu einer Verschärfung der Lage kommt, sind vorsorglich Schlaf- und Versorgungsmöglichkeiten für die Leitwarten-Mitarbeiter geschaffen worden, so dass sie auch über längere Zeit isoliert weiterarbeiten können. Über geänderte Personaleinsatzpläne wird sichergestellt, dass alle Mitarbeiter des Kraftwerks sich nicht so einfach gegenseitig anstecken können und immer genügend Fachleute zur Steuerung des Kraftwerks und zum Beheben von Störungen greifbar sind. Reparaturen, Wartungsarbeiten und Inspektionen, die nicht zwingend notwendig sind, verschieben die Stadtwerke auf später. Im gesamten Kraftwerksbereich dürfen sich nur Stadtwerke-Mitarbeiter oder Mitarbeiter von Firmen aufhalten, die für den Betrieb des Kraftwerks unerlässlich sind.

Bestehende Baustellen beenden

Im Bereich der Versorgungsnetze gibt es ebenfalls Änderungen. So wurden kleinere Teams gebildet, die nur in dieser Konstellation fest zusammenarbeiten, so dass bei einem Krankheitsfall nur ein kleines Team ausfällt und andere die Arbeiten übernehmen könnte. Bestehende Baustellen werden noch zu Ende gebracht, neue größere bis auf weiteres nicht begonnen. Eventuelle Störungen werden wie immer schnellstmöglich beseitigt, die Störungs-Hotline ist wie gewohnt besetzt. (gun)