Energy2day fängt ein zweites Ordnungsgeld ein

Die Stadtwerke Schüttorf haben nach eigenen Angaben erfolgreich ein zweites Ordnungsgeld gegen den Discounter Energy2day erwirkt. Der Anlass: Cold Calls.

Nach Darstellung des Antragstellers Stadtwerke Schüttorf hat das Landgericht Osnabrück vor einer Woche (22. Sept. 15) ein mehr als verdoppeltes zweites Ordnungsgeld gegen den Münchner Billigvertrieb Energy2day verhängt. Der Beschluss ging den Anwälten der Stadtwerke gestern (28. Sept. 15) zu. Energy2day muss demzufolge 10 000 € dafür zahlen, dass es erneut eine (Strom-) Kundin des Kommunalversorgers in der Grafschaft Bentheim ohne dessen vorherige Einwilligung anrufen ließ (sogenannter Cold Call), um ihn zu einem Versorgerwechsel zu bewegen. Ob gegen den Gerichtsbeschluss vom 22. September noch Rechtsmittel eingelegt werden können, ließ sich noch nicht klären. Energy2day hat nach Darstellung aus Schüttorf letztlich auf die Belieferung der Kundin verzichtet. Der Discounter reagierte nicht auf eine ZfK-Anfrage.

Bereits im Mai hatte Energy2day vor dem Landgericht für Cold Calls ein Ordnungsgeld von 4500 € eingefangen (Einzelheiten in der gedruckten Juli-Ausgabe der ZfK, Seite 8). Den Stadtwerken Schüttorf, die das Ordnungsgeld ja nicht bekommen, aber eigene Anwaltskosten haben, war der Betrag zu niedrig für einen Abschreckungseffekt und für den materiellen Schaden, den der Discounter dadurch bei seiner Neukundin angerichtet haben soll.

Sie hatten erwogen, dagegen Rechtsmittel einzulegen, entschieden sich aber mangels Erfolgsaussichten dagegen, berichtete der Schüttorfer Vertriebsmitarbeiter Wolfgang Auffenberg jetzt der ZfK. Ihm ist gleichwohl wichtig, dass Signale gegen unlautere Vertriebsmethoden gesetzt worden sind, die gerade kleine Versorger schädigen. (geo)