Hamburg schließt Biogasanlagen zusammen

Hamburg Energie hat sein Portfolio erweitert: Künftig steht negative Regelenergie auf regenerativer Basis in einem virtuellen Kraftwerk zur Verfügung.

40 Erzeugungsanlagen hat das Hamburger Unternehmen unter Vertrag genommen und bietet damit zum Start 15 MW negative Reserveleistung. Als mittelfristiges Ziel strebe man 150 MW Regelleistung zur Vermarktung an. Der kommunale Versorger sucht daher nach weiteren Anlagen in Norddeutschland, die in das bestehende virtuelle Kraftwerk integriert werden sollen. Wichtig sei dabei allerdings, dass es sich bei den unter Vertrag stehenden Anlagen um rein regenerative Anlagen handle.

 

Bei dem nach Angaben von Dr. Michael Beckereit, Chef der Hamburg Energie, bundesweit einmaligen Projekt, werden vor allem viele kleine Erzeugungsanlagen zu einem virtuellen Kraftwerk für negative Regelenergie zusammengeschlossen. Diese sollen die Schwankungen, die durch die fluktuierende Einspeisung der Erneuerbaren hervorgerufen werden, ausgleichen. Neu daran ist, dass nicht wie bisher Kohle- und Gaskraftwerke abgeschaltet oder gedrosselt werden, sondern dies mit erneuerbaren Energien geschieht.

 

Bei den 40 unter Vertrag stehenden Erzeugungsanlagen handelt es sich nämlich um Anlagen, die mit Biogas betrieben und so im Falle drohender Überkapazitäten auf Anforderung des Übertragungsnetzbetreibers vom Netz genommen werden. Zur Kompensation und als Anreiz erhalten die Betreiber weiter die übliche Einspeisevergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) sowie eine Zuzahlung von Hamburg Energie. (sg)