Leipzig bekennt sich zu polnischer Tochter

Der Aufsichtsrat der Stadtwerke Leipzig tagt morgen (25. Sep. 13) zum ersten Mal seit sieben Jahren wieder in Polen.

Josef Rahmen, Aufsichtsratschef der Stadtwerke Leipzig, hat in einer Pressemitteilung die Zufriedenheit des Gremiums mit der polnischen Tochtergesellschaft GPEC ausgedrückt. Morgen (25. Sep. 13) tagt das Kontrollgremium erstmals seit sieben Jahren wieder in Danzig, und zwar in einer regulären Sitzung. Die Mitglieder treffen sich auch mit Kommunalpolitikern der polnischen Ostseestadt unter Bürgermeister Pawel Adamowicz. Danzig ist die polnische Partnerstadt von Leipzig.

Da der Stadtwerke-Aufsichtsrat mehrheitlich aus Vertretern der Stadt Leipzig bzw. der Stadtwerke-Holding LVV besteht, dürften diese Gesten und Äußerungen zwischen den Zeilen bedeuten, dass die Stadtwerke Leipzig in absehbarer Zeit nicht auch noch den Danziger Fernwärmeversorger GPEC verkaufen müssen.

Von den deutschen Töchtern Perdata (IT) und HL Komm (Telekommunikation) musste sich der Kommunalversorger trennen – wie die Lokalpresse schreibt, teilweise gegen den Widerstand von Stadtwerkechef Thomas Prauße. Dessen Vertrag wird gemäß einer offiziell veröffentlichten Empfehlung eines Personalausschusses genauso wenig verlängert wie jener seines Kollegen Raimund Otto.

Die Stadtwerke Leipzig GmbH ist zu 84 % an GPEC Sp. Z. o. o. beteiligt. Die Mutter bekam nach eigenen Angaben 2012 einen Beteiligungsertrag von 6,2 Mio. € bei einem Umsatz von 83,3 Mio. €. (geo)