Stadtwerke Gera melden Insolvenz an

Nach Medienberichten wird der Insolvenzanwalt Michael Jaffé als vorläufiger Insolvenzverwalter für die Stadtwerke Gera AG einbestellt.

Es hatte sich schon angedeutet – nun hat die Holdinggesellschaft, Stadtwerke Gera AG, am Freitag (27. Juni 14) Insolvenz beim Amtsgericht Gera beantragt. Die Stadtwerke Gera AG, die zu 100 % der Stadt gehört, ist eine Dachgesellschaft, in der sich die städtischen Anteile an sieben Unternehmen bündeln: die Geraer Wohnungsbau (GWB) Elstertal GmbH (74,9 %), die Geraer Umweltdienste GmbH & Co. KG (51 %), die Abfallverwertung GmbH Zorbau (25,1 %), die Energieversorgung Gera GmbH (50,1 %), die Kraftwerke Gera GmbH (50,1 %), die Geraer Verkehrsbetrieb GmbH und die Flugbetriebsgesellschaft Gera GmbH (je 100 %). Lediglich bei der Abfallverwertungs GmbH aus Sachsen halten die Stadtwerke Gera eine Minderheitsbeteiligung und sind sonst Mehrheitseigner.

Von der Insolvenz sei nur die Stadtwerke Gera AG als Holdinggesellschaft betroffen, die ausschließlich Verwaltungsaufgaben für die Stadtwerke-Gruppe wahrnimmt und 25 Mitarbeiter beschäftigt, vermeldete der Kommunalversorger. Die Unternehmen des Stadtwerkekonzerns mit rd. 1000 Mitarbeitern selbst gehören nicht dazu. Die Dienstleistungen für die Bevölkerung und Wirtschaft sollen daher weiter wie bisher erfolgen. Geras Oberbürgermeisterin Dr. Viola Hahn dankte vor allem den Mitarbeitern, denen keine Schuld an der Lage zukomme.

Als vorläufigen Insolvenzverwalter soll das Amtsgericht Gera den Insolvenzanwalt Michael Jaffé aus München bestellt haben, so Medienberichte. Er leitete bereits u. a. ein Insolvenzverfahren des Medienkonzerns Kirch Media. (sg)