Badenova steigert Absatz in fast allen Sparten

Bis auf die Wassersparte hat die Badenova 2013 ihren Absatz bei Strom, Erdgas und Wärme gesteigert. Der Bilanzgewinn ist geringer als im Vorjahr.

Insgesamt weist die Badenova AG & Co. KG im Geschäftsjahr 2013 einen Bilanzgewinn von 52,2 Mio. € aus. Das sind 3,43 Mio. € weniger als im Vorjahr, teilte der Freiburger Kommunalversorger mit. Von der Gewinnausschüttung profitieren 96 Gesellschafterkommunen sowie die Thüga AG. Der konsolidierte Umsatz beläuft sich auf 794,7 Mio. € gegenüber 697 Mio. € im Vorjahr. Der Jahresüberschuss von 53,85 Mio. € werde wie jedes Jahr bei 3 % für den Innovationsfond einbehalten.

Außerdem gab es 2013 eine gesellschaftsrechtliche Änderung: Aus der "kleinen" Netzgesellschaft wurde zum 1. Jan. 14 eine "große" Netzgesellschaft. Netzbetrieb und Energieverkauf sind nun "konsequent getrennt", so der Versorger. Viele Aufgaben, Funktionen und Vermögenswerte sowie 638 Mitarbeiter wurden auf die "große" Netzgesellschaft übertragen.

Der Erdgasabsatz konnte besonders im Geschäfts- und Industriekundenbereich um 5,1 % auf 8,3 Mio. kWh gesteigert werden; 2012 waren es 7910 Mio. kWh. Auch die Vertriebsgesellschaft Energie-Service Dienstleistungsgesellschaft mbH (ESDG), die Kunden im kirchlichen Umfeld betreut, erhöhte erneut ihren Erdgasabsatz von 1050 auf 1160 Mio. kWh. Allerdings seien die Margen im Bereich Erdgas sowie beim Strom gesunken. Der Erdgaspreis sei über den Jahreswechsel 2013/14 unverändert geblieben und damit seit drei Jahren stabil. Anfang 2013 erhöhte der Kommunalversorger den Strompreis für Privatkunden von 3,59 auf 5,277 ct/kWh. Man habe allerdings einen Teil der Kostensteigerungen wie in den Vorjahren "geschluckt".

Beim Stromvertrieb gab es erneut deutliche Mengenzuwächse mit einem Plus von 28,7 % auf 2381 Mio. kWh. Man habe im vergangenen Jahr zudem namhafte Unternehmen wie Puma, Microsoft Corporation, Sick AG als Ökostromkunden gewonnen.

Mit der Wärmetochter Wärme-Plus gab es eine Steigerung der Absatzmenge um 7,7 %, was auch auf die kühleren Temperaturen zurückzuführen sei.

Weniger erfreulich war 2013, dass die Gasturbine im Freiburger Wärmeverbundkraftwerk (WVK) stillstand. An der Anlage ist die Badenova beteiligt. Grund war, dass die Stromerzeugung mit Erdgas verlustreich gewesen wäre. Auch die derzeitige Fördersituation im Bereich Biogas/Biomasse verhindere, dass dieses noch recht junge Geschäftsfeld der Badenova wirtschaftlich betrieben werden könne, beklagte der Versorger.

Der Netzabsatz Erdgas wuchs um 3,8 % auf 16 150 Mio. kWh im Vergleich zum Vorjahr. Der Netzabsatz Strom steigerte sich ebenfalls von 1483 auf 1343 Mio. kWh. Der Wasserabsatz verringert sich hingegen leicht um 1 % auf 18 Mio. m3 – eine übliche Schwankung, so Badenova.

Insgesamt investierte der Kommunalversorger mit allen Tochterunternehmen 46,8 Mio. € im vergangenen Geschäftsjahr. 2012 waren es 74,6 Mio. €, was dem Kauf neuer Stromnetze sowie deren Ertüchtigung und Erweiterung geschuldet sei. Die höchsten Investitionen flossen mit 14,3 Mio. € in den Bereich Erdgas.

Als Devise für die Gegenwart und Zukunft gab Badenova-Vorstand Maik Wassmer weitere Veränderungen aus. Unter den heutigen Rahmenbedingungen sei dies eine Mammutaufgabe. (sg)