Bewährung für Stadtwerkemitarbeiterin

Ein Jahr und zehn Monate Haft auf Bewährung brachte einer Stadtwerkemitarbeiterin ihre fortgesetzte Unterschlagung ein.

Die ehemalige Angestellte der Stadtwerke Lindau hat dem Unternehmen und dem Stadtwerke-Verein während eines Zeitraums von eineinhalb Jahren mehr als 60 000 Euro gestohlen, berichtet der Internetdienst „all-in.de“. Sie wollte sich mit dem gestohlenen Geld ein Luxusleben finanzieren.

Die Mitarbeiterin, die Kassenwart des Stadtwerke-Vereins war, der Geld für Geburtstags- und Jubiläumsgeschenke, Ausflüge usw. verwaltete, entnahm dessen Kasse in einem Jahr knapp 15 000 Euro. Dann hat die Frau, die im Forderungsmanagement der Stadtwerke tätig war, ihre Methode gewechselt. Da sie über die Berechtigung, Überweisungen zu unterschreiben, verfügte, überwies sie innerhalb eines halben Jahres etwa 50 000 Euro an sich selbst. Aufgeflogen ist sie, als sich ihre Bank über die hohen Extra-Zahlungen der Stadtwerke wunderte und die Geschäftsführung des Versorgungsunternehmens darüber informierte.

Da die Täterin geständig war, ihre Taten bereute und die dadurch entstandenen Schulden ratenweise zurückzahlt, verurteilte sie das Amtsgericht zu einem Jahr und zehn Monaten Haft auf Bewährung. Die Richterin gab der Frau, die einen neuen Arbeitsplatz in Österreich gefunden hat, den Rat, sich einen Zweitjob zu besorgen, damit sie die Schulden bald los ist und wieder von Null starten kann. (ad)