Das Ober- und Unterbecken des Pumpspeicherwerks Finnentrop-Rönkhausen. Bild: © Enervie

Enervie: Längere Frist für Pumpspeicherkraftwerk

Das Pumpspeicherkraftwerk Finnentrop-Rönkhausen muss 2018 saniert werden. Enervie erwägt Verkauf oder Teil-Verkauf in Form von Kraftwerksscheiben.

Die Enervie-Gruppe aus Hagen kann ihr Pumpspeicherkraftwerk (PSW) am Standort Finnentrop-Rönkhausen bis zum ersten Quartal 2018 weiter betreiben. Wie der mehrheitlich kommunale Energieversorger gestern mitteilte, hat die Bezirksregierung Arnsberg die Frist zur Sanierung des Oberbeckens bis Ende Juni 2018 verlängert. Ursprünglich war der Weiterbetrieb des Kraftwerks nur bis Ende diesen Jahres genehmigt.

Enervie prüft nach eigenen Angaben für die Sanierung und einen damit einhergehenden langfristigen Weiterbetrieb des Kraftwerks verschiedene Partnerschafts- und Kooperationsmodelle. Möglich sei zum Beispiel ein Verkauf oder ein Teil-Verkauf des PSW in Form von Kraftwerksscheiben. Als potenzielle Partner seien auch regionale Energieversorger angesprochen, die ein werthaltiges und langfristig orientiertes Investment anstrebten. Das Kraftwerk werde derzeit in den kurzfristigen Strom- und Flexibilitätsmärkten eingesetzt und erwirtschafte positive Deckungsbeiträge. (hoe)