Nordex beweist SDL-Fähigkeit im Ernstfall

Der Systemdienstleistungsverordnung (SDL-WindV) zufolge müssen neue Windturbinen seit April 2011 bei kurzen Spannungseinbrüchen während eines Netzfehlers im Betrieb bleiben und weiterhin Strom produzieren.

Die Turbinenhersteller haben mittlerweile ihre Technologie nachgerüstet, um den neuen Anforderungen zu entsprechen. In den letzten Monaten mussten sich einige Anlagen auch schon im Ernstfall beweisen. So kam es im Frühjahr in Norddeutschland nach einem schweren Netzfehler zu einem schlagartigen Spannungseinbruch, den u.a. mehrere SDL-WindV zertifizierte Windparks zu verkraften hatten. Eine große Anzahl von Erzeugungsanlagen trennten sich vom Netz. Die Nordex-Turbinen konnten jedoch einer anschließenden Überprüfung standhalten und hätten so dazu beigetragen, eine großflächige Ausbreitung des Spannungseinbruchs im Netzgebiet zu vermeiden. "Das Verhalten der Nordex-Turbinen bei diesem Netzfehler war vorbildlich", zitiert Nordex Stephan Schulz vom Netzbetreiber 50Hertz. (msz)