Bonität von RWE und Eon herabgestuft

Die Stärkung der Finanzkraft bleibt auch nach der Herunterstufung durch die Standard & Poor (S&P) im Fokus, hat die RWE AG mitgeteilt.

Die Ratingagentur hat die Kreditwürdigkeit von RWE von A- auf BBB+  heruntergestuft. Auch Fitch bewertet die Bonität von RWE mit A- statt zuvor A schlechter. Die Kreditwürdigkeit von Eon wurde von S&P mit Verweis auf vergleichsweise geringe Margen im Stromgeschäft von A/A-1 auf A-/A- zurückgestuft.

Die Profitabilität des Konzerns sei schwach, die Marktbedingungen blieben schwierig und der Verkauf von Beteiligungen habe nur begrenzte Ergebnisse erzielt, begründete S&P seine Bewertung von RWE. Fitch verwies auf die hohen Schulden und die Belastungen durch Rückstellungen für den Abriss von Kernkraftwerken und die Entsorgung.

Die RWE-Tochter Supply & Trading befürchtet, dass sie wegen der Rückstufung Sicherheiten in Höhe eines niedrigen dreistelligen Millionenbetrags hinterlegen muss, berichtet das "Handelsblatt". Viele Händler im Großhandel mit Strom, Gas und Rohstoffen verlangten ein A-Rating oder Sicherheiten.

Eon werde in den kommenden Jahren seinen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) gegenüber 2011 wohl etwas nach oben schrauben können. Die Größenordnungen aus den Jahren zuvor werde der Konzern  aber zumindest mittelfristig verfehlen, hielt S&P fest. (ad)