Verschiedene kommunale Crowds öffnen sich für Betroffene der Coronakrise.
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Kommunale Crowds: Solidarisch durch die Krise

Nachdem die Energieversorgung Oberhausen es vorgemacht hat, ziehen andere nach: Immer mehr kommunale Crowdfunding-Plattformen unterstütze ihre vom Shut-down betroffenen Locals.

Gleich vier Versorger öffnen ihre Crowdfunding-Plattformen für alle Unternehmen und Selbstständigen, die durch die Corona-Krise in finanzielle Not geraten sind. Nachdem die evo aus Oberhausen den Anfang gemacht hat, folgen nun die Wemag, Badenova und der Zweckverband Ostholstein (ZVO).

Unter dem Hashtag „Wirbleibenzusammen“ hat die Wemag ihre Richtlinie für Projektstarter gelockert und den eigenen Spendentopf verdoppelt. Ähnlich haben auch der ZVO und die Badenova reagiert. „Wir haben erkannt, dass die Crowd schnelle und unkomplizierte Hilfe möglich macht. Deshalb wollen wir sie Betroffenen zur Verfügung stellen“, sagt Tina Hagn, im Badenova-Marketing verantwortlich für die Plattform und ergänzt: „Unverschuldet in Schwierigkeiten geratene Menschen, zum Beispiel Künstler, Gastronomen, Einzelhändler oder Kleinbetriebe aus dem Dienstleistungsbereich, können auf der Crowd ihren Fall schildern, ihre Notlage erklären und Spendengelder oder Überbrückungshilfen einwerben.“ 

Versorger spenden auch selbst

Während die Schwarzwald-Crowd ihr Budget für Spenden auf 3000 Euro aufgestockt hat und für jede Unterstützung ab zehn Euro einmalig selbst zehn Euro dazu gibt, hat der ZVO seinen Fördertopf verdoppelt und spendet wie die Kollegen aus Baden-Württemberg selbst zehn Euro. (ls)