Die Geschäftsführer der Stadtwerke Bielefeld: Martin Uekmann (links) und Friedhelm Rieke.

Stadtwerke Bielefeld auf Erfolgskurs

Dank Kosteneinsparungen und einem stabilen Kerngeschäft erzielen die Bielefelder in 2015 einen Bilanzgewinn von knapp 23 Mio. Euro.

Die neue Strategie der Stadtwerke Bielefeld fußt auf drei Säulen: der Sicherung des Bestandsgeschäfts, dem Ausbau und der Entwicklung neuer Geschäftsfelder und der Optimierung von Kosten, Prozessen und Aufgaben. Zentraler Bestandteil ist ein Kosteneffizienzprogramm, mit dem der kommunale Versorger bereits mehr als drei Mio. Euro an Einsparungen erzielen konnte. Im Jahr 2019 soll mit Hilfe dieses Programms ein Einsparvolumen von zehn Mio. Euro erreicht werden, teilen die Stadtwerke mit. Durch die Optimierung von Kosten und Prozessen wurde gemäß Stadtwerke-Geschäftsführer Friedhelm Rieke auch Personal eingespart, Ende vergangenen Jahres beschäftigte die Unternehmensgruppe 2156 Mitarbeiter.

Die Umsatzerlöse der Stadtwerke Bielefeld gingen 2015 aufgrund niedrigerer Gas- und Fernwärmepreise auf knapp 608 Mio. Euro (Vorjahr: 630 Mio. Euro) zurück. Der Stromabsatz lag mit 3,3 Mrd. kWh leicht unter dem Vorjahresniveau, der Erdgasabsatz legte deutlich zu auf 4,18 Mrd. kWh (Vorjahr: 3,68 Mrd. kWh). Auch der Fernwärmeabsatz konnte gesteigert werden auf 842,7 Mio. kWh (Vorjahr: 790,8 Mio. kWh). Der Anteil von Strom aus Kraft-Wärme-Kopplung beträgt aktuell 26 Prozent des Gesamtstromverbrauchs in Bielefeld. Möglich macht dies der vorzeitige Kauf der Anteile an der Interargem GmbH (IAE), deren Müllverbrennungsanlagen in Bielefeld und Hameln die Kraft-Wärme-Kopplung nutzen. Die Stadtwerke Bielefeld halten mittlerweile 91,2 Prozent der Anteile an der IAE.

Die Stadtwerke investierten im vergangenen Jahr 54,6 Mio. Euro, der Schwerpunkt der Investitionen lag im Netzbereich. Auch der Bereich erneuerbare Energien wurde ausgebaut, gemeinsam mit den Stadtwerken Gütersloh wird ein Windpark (15 MW) mit fünf Windenergieanlagen an der Autobahn A2 in Rheda-Wiedenbrück gebaut. Insgesamt wurden mit den Stadtwerken Gütersloh 29 Mio. Euro in den Kauf der Windpark Ostwestfalen GmbH & Co. KG investiert.

Der Ausblick für das laufende Geschäftsjahr fällt optimistisch aus. "Wir streben auch zukünftig nachhaltiges Wachstum an. Unsere Mittelfristplanung sieht als Ziel vor, die Verkehrsverluste auszugleichen und noch einen positiven Betrag an die Stadt Bielefeld zu zahlen", sagt Geschäftsführer Martin Uekmann. Er leitet gemeinsam mit Friedhelm Rieke das kommunale Unternehmen. (hoe)