Marco Krasser, Geschäftsführer der SWW Wunsiedel, bei der Eröffnungsrede Wun-Wohn-Labor-Energie, setzt auf den Einsatz flexibler Wärmespeicher. Bild: SWW Wunsiedel

SWW plant MW-Batteriespeicher

Die Stadtwerke Wunsiedel arbeiten an der autarken Versorgung der Region.

Die Stadtwerke Wunsiedel bauen weiter an ihrem Programm "Vision 2030": Als nächster Schritt planen die Wunsiedler nun einen Batteriespeicher von sechs MW Leistung. "Die Installation des Batteriespeichersystems ist ein wichtiger Baustein der Roadmap "WUNsiedler Weg – Energie" der SWW Wunsiedel GmbH", erläutert Marco Krasser, Geschäftsführer der SWW Wunsiedel, in einer Presseerklärung. Seit Jahren arbeiten die Stadtwerke im Rahmen dieser Roadmap an dem Projekt, den Energiebedarf mit rein regenerativen, lokal verfügbaren Energiequellen zu decken. Im nächsten Schritt soll die Region zu einem inselbetriebsfähigen und damit im Notfall autarken Versorgungsgebiet aufgebaut werden.

Das Unternehmen Siemens wird den Batteriespeicher liefern. Das System vom Typ "Siestorage" basiert auf Lithium-Ionen Batterien. Mit dem Speichersystem, das an das Verteilnetz angebunden wird, kann SWW Wunsiedel am Primärregelleistungsmarkt teilnehmen. Der Energieversorger und Siemens haben sich auf ein Finanzierungsmodell über einen Zeitraum von zehn Jahren geeinigt, so Siemens in einer Presseerklärung. Die Inbetriebnahme ist für 2018 geplant.

Die Aufgabe der Primärregelleistung ist es, unvorhergesehene Schwankungen und kurzfristige Laständerungen im Übertragungsnetz unmittelbar auszugleichen. Dafür sind Stromspeicher generell besser geeignet, da sie im Gegensatz zu den trägen konventionellen Kraftwerken in Sekundenschnelle reagieren können, so Siemens. Innerhalb von 30 Sekunden muss die angebotene Leistung vollständig zur Verfügung stehen, um die Normalfrequenz von 50 Hertz zu halten und einen Stromausfall zu verhindern. (al)