Die Investitionen sollen verstärkt die klimafreundliche Stromproduktion voran treiben.
Bild: © Katrin Paulus/Stadtwerke Potsdam

Stadtwerke Potsdam treiben Klimaschutzprojekte voran

Das Unternehmen legt die neue Gesamtbilanz vor. Der Nahversorger will über eine Mrd. Euro in den Klimaschutz, die wachsende Stadt und den ÖPNV investieren.

Die Geschäftsführung der Stadtwerke Potsdam hat für das Jahr 2018 eine positive Gesamtbilanz für den Konzern vorgelegt. Die Umsatzerlöse stiegen auf 308,15 Mio. Euro (Vorjahr 296,70 Mio. Euro). Das Konzernergebnis lag mit 11,17 Mio. Euro niedriger als im Vorjahr (15,09 Mio.). Für den Klimaschutz, für die wachsende Stadt und zur Finanzierung des ÖPNV werden die Stadtwerke über eine Mrd. Euro bis 2030 hier vor Ort investieren.

Jeder Euro, den die Stadtwerke einnehmen, fließt als Investition zurück in die Stadt Potsdam, betont Stadtwerke-Geschäftsführer Jörn-Michael Westphal. Bei den Investitionen ist im abgelaufenen Geschäftsjahr bereits ein Wert von 57,8 Mio. erreicht worden. In den nächsten Jahren wird dies sukzessive mehr werden, prognostiziert die Unternehmensführung.

Verschiedene Projekte sind für den Klimaschutz geplant

Das Unternehmen verfolgt mit dem "Masterplan 100 Prozent Klimaschutz" bis zum Jahr 2050 das Ziel, klimaneutral zu werden. Das will das Unternehmen unter anderem mit der Erweiterung des Fernwärmenetzes und der Kläranlage Potsdam Nord erreichen.

Noch in diesem Sommer werden die Stadtwerke neben dem Heizkraftwerk Potsdam-Süd eine ca. 5000 Quadratmeter große solarthermische Freiflächenanlage bauen. Das ist ein Projekt mit Kosten von mehr als 2,2 Mio. Euro, das jährlich 490 Tonnen CO2 einspart.

Steigende Investitionen und steigende Mitarbeiterzahl

Den Anforderungen der wachsenden Stadt entspricht der Unternehmensverbund auch mit Förderungen in Höhe von 140 Mio. Euro bis ins Jahr 2023 in die Trink- und Abwasseranlagen. Neben den Investitionen in den Ausbau der Netze wird gegenwärtig die Kläranlage Potsdam-Nord von 90.000 auf 120.000 Einwohnerwerte erweitert. Damit trägt der Verbund dem erwarteten Bevölkerungswachstum der Stadt Rechnung.

Aufgrund der größeren Investitionen stieg auch die Mitarbeiterzahl auf insgesamt 1620 Personen. 74 Jugendliche erlernen im Verbund einen von zehn Berufen, damit liegt die Ausbildungsquote bei 4,3 Prozent, so der Nahversorger. (bh)