Castrop-Rauxel will eigene Stadtwerke

Die Ruhrgebiets-Stadt Castrop-Rauxel hat einem Kommunalisierungskonzept zusammen mit der Gelsenwasser mehrheitlich zugestimmt.

Der Rat der Stadt Castrop-Rauxel stimmte, wie das Portal derwesten.de meldet, mit den Stimmen von Rot-Grün, Linken und lokalen Fraktionen "gegen den teilweise erbitterten Widerstand" von CDU und FDP für die Gründung eines Stadtwerks zum 1. Jan. 14.

Das Kommunalisierungskonzept sieht eine strategische Kooperation mit dem Gelsenkirchener Kommunalversorger Gelsenwasser vor. Zunächst soll der Vertrieb von "CAS-Strom" und "CAS-Gas", ein Anklang an das wiederzugelassene Kfz-Kennzeichen der Stadt, starten, dann soll eine (Erneuerbaren-) Stromerzeugungsgesellschaft ihren Betrieb aufnehmen und zuletzt eine Netz GmbH die Netzinfrastruktur der Stadt übernehmen, die der RWE-Konzern noch einige Jahre innehat. Die Risiken für die erste Phase der Kommunalisierung wurde von Ratsmitgliedern wegen der städtischen Gesellschaftereinlage von 12 500 € als gering eingestuft. Ein Stadtrat taxierte den möglichen Netzkauf auf 30–50 Mio. €. (geo)