Dr. Dietrich Gemmel, Vorsitzender der Geschäftsführungen der Eprimo GmbH und der RWE Effizienz GmbH. Bild: RWE Effizienz GmbH

Eprimo: Haben mehr als 1,2 Millionen Kunden

Der RWE-Discounter Eprimo hat Näheres über seine Kundenzahl verlauten lassen.

Die Eprimo GmbH, seit der Vollübernahme durch RWE die zentrale Discountvertriebs-Gesellschaft des Konzerns, hat aus Anlass ihres zehnten Geburtstags ihre Kundenzahl mit "bundesweit über 1,2 Millionen Kunden" angegeben. Jahrelang war nur vage von "über einer Million Kunden" die Rede gewesen. Eprimo-Chef Dr. Dietrich Gemmel bekräftigte gestern (14. Juli 15), einen "kontinuierlichen" Wachstumskurs fortsetzen zu wollen. Die strategischen Schwerpunkte seien besserer Service, einfache Produkte und ein "attraktives" Preis-Leistungs-Verhältnis. Eprimo ruft schon seit vielen Jahren keine Kampfpreise mehr auf, ebenso wenig wie ursprünglich der EnBW-Discounter Yello und die Eon-Tochter E wie einfach.

Zu den betriebswirtschaftlichen Kennzahlen von Eprimo stand in der Pressemitteilung nichts, und der Jahresabschluss geht jedes Jahr in der RWE-Konzernbilanz auf. Auf ZfK-Nachfrage teilte das Unternehmen mit, im operativen Geschäft schwarze Zahlen zu schreiben. Ob die Anfangsverluste eingespielt sind, bleibt damit nach wie vor offen. Am 10. August will RWE-Chef Peter Terium einen radikalen Konzernumbau vorstellen, der besonders die Vertriebsorganisation betrifft. Eprimo hat dabei, so darf spekuliert werden, gute Chancen, seine konzerninterne Selbstständigkeit zu wahren, da das Unternehmen mit 116 Mitarbeitern schlank dasteht.

Eprimo in Neu-Isenburg feiert zwar offiziell zehnten Geburtstag, und das stimmt auch, was die Gründung der GmbH betrifft. Doch der Discountvertrieb startete bereits 1999 fast gleichzeitig mit der Yello, die damals den Privatkundenmarkt aufmischte. Eprimo gehörte seinerzeit noch dem Überlandwerk Groß-Gerau (ÜWG), das wiederum zur Hälfte RWE gehörte. Vor zehn Jahren gründete das ÜWG Eprimo wegen der Entflechtung von Netz und Vertrieb aus, weil 100 000 Kunden erreicht waren. Zwei Jahre später kam die Vollübernahme durch RWE.

Das ÜWG ist heute im Wesentlichen ein Netzbetreiber, der zu 95 % den Stadtwerken Mainz, selbst ein Netzbetreiber, gehört, und zu 5 % den Riedwerken Kreis Groß-Gerau. (geo)