Studie: Telefonakquise bei Stromkunden steigt

Im Stromkundengeschäft werden zunehmend Wechsel per Telefon angestoßen – das gilt vor allem für die großen Vier. Auch TV-Werbung spielt eine wichtige Rolle.

Laut der Vertriebskanalstudie 2016 der Beratungsgesellschaft Kreutzer Consulting wechselt inzwischen jeder Sechste den Stromversorger am Telefon. Demnach sei dort der Anteil der Wechselvorgänge um 31 Prozent auf 17 Prozent angestiegen. Für Strom und Gas insgesamt liege die Wechselquote per Telefon bei 14 Prozent. Damit befinde sich die Telefonakquise gleichauf mit dem Tür-zu-Tür-Direktvertrieb – dem zweitwichtigsten Vertriebskanal im Energiemarkt.

Vor allem die großen Vier und deren Vertriebstöchter Eprimo, Yello Strom und E Wie Einfach gewinnen mit 18 Prozent der Nennungen besonders viele Kunden am Telefon, so die Studie. Neben unterschiedlichen Vertriebsansätzen spiele die Werbung eine entscheidende Rolle, sagt Klaus Kreutzer von Kreutzer Consulting. Öko-Energiediscounter würden hingegen mit fünf Prozent nur eine untergeordnete Rolle spielen.

Interessant ist auch eine weitere Aufschlüsselung: Demnach sind 60 Prozent der Telefonwechsler weiblich und etwa die Hälfte ist älter als 50 Jahre. 44 Prozent gaben außerdem an, einen Vertrag mit einer Laufzeit von zwei Jahren oder mehr abgeschlossen zu haben.

Insgesamt wurden 6931 Haushalte repräsentativ zu ihrer aktuellen Versorgungssituation sowie 1000 Wechsler und 150 aktuelle Kündiger in der Vertriebskanalstudie Energie 2016 befragt. Sie umfasst aktuelle Informationen zu Wechselanlässen, Informationsquellen, Produkt und Anbieterpräferenzen, Kundenzufriedenheit sowie die aktuelle Wechselabsicht. (sg)