Bielefeld: 33 Millionen Euro mehr als geplant

Bis 2019 soll das Kosteneffizienz-Programm der Stadtwerke Bielefeld rund zehn Millionen Euro jährlich einsparen. Erste Erfolge gibt es schon jetzt zu vermelden.

Nach einer aktuellen Hochrechnung schütten die Stadtwerke Bielefeld für 2016 rund 33 Millionen Euro mehr an Gewinn aus als in der Planung vorgesehen. Damit steigt die Gewinnausschüttung von 25 Millionen auf voraussichtlich rund 58 Millionen Euro.

Als Ursache nennen die Stadtwerke Bielefeld folgende Punkte: Ein besseres operatives Ergebnis in allen Sparten (Strom, Gas, Wasser) erzielte höhere Absatzmengen als geplant. Diese Sondereffekte wurden durch überplanmäßige Absatzmengen insbesondere bei Sondervertragskunden erzielt.

Programm zur Effizienzsteigerung


In den vergangenen beiden Jahren hatte die Stadtwerke-Bielefeld-Gruppe im Rahmen einer Zukunftswerkstatt viele Maßnahmen entwickelt, die zu einer Effizienzsteigerung führen sollten. "Ein Vorhaben das deutlich wirkt", bilanziert nun Geschäftsführer Martin Uekmann. Bis 2019 wollen die Bielefelder mit dem Programm rund zehn Millionen Euro jährlich einsparen.

Ebenfalls zum Erfolg beigetragen hat das Ergebnis der Interargem. Nach aktuellen Hochrechnungen liegt dieses deutlich über Plan. Auch das Mo-Biel-Ergebnis wird sich aufgrund geringerer Aufwendungen wohl um rund eine Million Euro verbessern, so die Bielefelder.

Zahlungsverpflichtungen für Kernkraftwerk Grohnde reichen vermutlich

Zum jetzigen Zeitpunkt gehe man davon aus, dass die bisher getroffenen Vorsorgebeiträge für den Standort Grohnde die vom Bund ausgewiesenen Zahlungsverpflichtungen decken werden. Im Vorfeld habe man schon eine vorsichtige und konservative Bewertung der Vorsorgebeträge vorgenommen, heißt es.

"Zu erwartende Belastungen aus der Neuordnung der kerntechnischen Entsorgung haben sich auf Ebene der SWB aufgrund der getroffenen Vorsorge in den Grohnde-Gesellschaften nicht ergeben", so Geschäftsführer Friedhelm Rieke. Das sei zwar einerseits eine gute Nachricht für die Gesellschafter, die energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen seien jedoch weiter schwierig. Sie wirken sich ihm zufolge deutlich auf die Mittelfristplanung der Stadtwerke aus. (sg)