Bremen liebäugelt mit Netzübernahme

Ein Ausschuss des bremischen Landtags hat weitere Beratungshonorare für eine mögliche Netzkommunalisierung freigegeben.

Der "Energate Messenger" berichtet, mit den am 23. August vom Haushalts- und Finanzausschuss der Bremischen Bürgerschaft freigegebenen Geldern summiere sich das Beraterbudget auf 1,09 Mio. €. Nach Angaben der schwarz-gelben Opposition, die im Gremium überstimmt worden war, soll der Berater eine Netzübernahme durch den Stadtstaat ausloten.

Das Bremer Strom-, Gas- und Wassernetz gehört der SWB Netze GmbH & Co. KG, das Bremerhavener Netz der SWB Netze Bremerhaven GmbH & Co. KG. Beide sind Töchter der SWB AG, die bis zu den 90er Jahren Stadtwerke Bremen AG hieß. An der SWB hat der Stadtstaat indirekt eine goldene Aktie. Die restlichen Aktien gehören EWE. Der Oldenburger Regionalversorger EWE ist ein Kommunalunternehmen. Er gehört zu 74 % mehreren Zweckverbänden aus niedersächsischen Städten und Landkreisen und zu 26 % der EnBW, die wiederum zu je fast einer Hälfte dem Land Baden-Württemberg und einem Zweckverband südwürttembergischer Landkreise gehört. (geo)