Brunsbüttel greift nach Konzessionen

Mit dem Nutzungsrecht für Fernwärme konnten sich die Stadtwerke Brunsbüttel ein weiteres Geschäftsfeld sichern.

Erst 2008 gegründet, haben die Stadtwerke Brunsbüttel (SWB) bereits zum 1. Jan. 11 das Gasversorgungs- und zum 1. Jan. 12 das Stromnetz der Schleusenstadt übernommen. Nun haben sich die Stadtwerke mit dem Fernwärmenetz um ein weiteres Geschäftsfeld bemüht, berichtet die "Norddeutsche Rundschau". Auch das bis dato von der Eon betriebene Fernwärmenetz wird im neuen Konzessionsvertrag mit der Stadt Brunsbüttel für die nächsten 20 Jahre dem städtischen Tochterunternehmen zugeschlagen. Man habe sich in einem Bieterverfahren mit dem besten Angebot durchsetzen können, zitiert die NR SWB-Geschäftsführer Andreas Wulff: "Einen Bonus für die städtische Tochter hat es nicht gegeben."

Dabei sei die Fernwärme noch ein recht kleines Geschäftsfeld in Brunsbüttel, eine Ausdehnung der bisher eher rar gesäten Wärmeinseln in der Stadt kann sich Wulff aber gut vorstellen. Den Fokus in diesem Jahr will der SWB-Chef jedoch auf die übernommenen Strom- und Gasnetze legen. Schließlich entscheide sich in der Mitte nächsten Jahres, ob die SWB den Status des Grundversorgers erlangen könne. Dafür muss die SWB zunächst die meisten Kunden im Versorgungsgebiet auf sich vereinen. (msz)