Nathalie Leroy (l.), kaufmännische Geschäftsführerin von Hamburg Wasser, und Geschäftsführer Michael Beckereit (r.) im neuen Speichersiel Merienthal.

Hamburg investiert 150 Mio. Euro

Ausbau der Sielnetze und der regenerativen Stromerzeugung.

Der städtische Hamburger Wasser- und Energieversorger Hamburger Wasser forciert den Ausbau der Abwassernetze, um der wachsenden Bebauung und der erwarteten Zunahme von Regenfällen zu begegnen. „Wir investieren etwa 100 Mio. € in die Siele, weitere 30 Mio. € in das Trinkwassernetz und 20 Mio. € bei Hamburg Energie“, präzisierte Hamburg Wasser-Geschäftsführer Michael Beckereit bei Vorlage der Geschäftszahlen gegenüber ZfK die Planung des Investments. Im vergangenen Jahr hatte die Gruppe 140 Mio. € investiert und steigende Umsätze und schwarze Zahlen erwirtschaftet. Bei Hamburg Wasser legte der Umsatz um sechs Prozent auf 228,5 Mio. € zu. Das Ergebnis betrug fast unverändert 33 Mio. €. Der Wasserpreis in Hamburg lag bei 1,61 (Vorjahr: 1,56) Euro je m3. Die Elbmetropole war damit nach Auskunft von Geschäftsführerin Nathalie Leroy die viertgünstigste Stadt unter den zwölf größten deutschen Städten. „Diese Position wollen wir halten“.

Die Tochter Hamburg Energie konnte den Umsatz auf 274 Mio. € verdoppeln, fuhr aber mit 0,4 (Vorjahr: 0,8) Mio. € ein schwächeres Ergebnis ein. Die Privatkundenzahl betrage aktuell 85 000 für Strom und 12 000 für Gas. Ein Wachstum von 10 % pro Jahr ist angestrebt. 2014 sollen die Kunden bereits zu 40 (2013: 35) Prozent mit Strom aus eigenen Ökostrom-Kraftwerken versorgt werden. Aktuell befinden sich mehrere Windkraftanlagen und ein Biomasseheizkraftwerk in der Umsetzung. (or)