Innogy: Börsenstart ist am 7. Oktober

Die Kapitalerhöhung der RWE-Tochter Innogy soll bis zu zwei Milliarden Euro erlösen. Das Geld soll in Zukunftsinvestitionen fließen.

Der Börsengang der RWE-Tochter Innogy rückt immer näher. Das Bundesamt für Wertpapieraufsicht hat den Wertpapierprospekt der RWE-Tochter gebilligt. Anleger können die Innogy-Aktien vom 26. September bis voraussichtlich 6. Oktober zeichnen. Am Freitag, 7. Oktober, sollen die Papiere erstmals an der Frankfurter Wertpapierbörse gehandelt werden. Dies teilte der Mutterkonzern RWE heute am frühen Abend mit. RWE wird nach dem Börsengang weiterhin Mehrheitseigentümerin von Innogy sein, diese aber als reine Finanzbeteiligung führen. Beide Unternehmen sollen konzentriert die eigene Strategie verfolgen können.

Innogy bündelt die Bereiche erneuerbare Energien, Netze und Infrastruktur und Vertrieb von RWE. Die Aktien von Innogy sollen zu einem Preis zwischen 32 und 36 Euro angeboten werden. Innogy plant eine Kapitalerhöhung von zehn Prozent, zudem sollen 8,2 Prozent der Aktien aus dem Bestand von RWE zum Verkauf angeboten werden. Insgesamt sollen so 101 Mio. Aktien platziert werden. Je nach Platzierungspreis könnte der Börsengang brutto 1,8 bis zwei Mrd. Euro für Innogy und 1,5 bis 1,6 Mrd. Euro für RWE erlösen, informiert RWE in einer Medienmitteilung. Bei hoher Nachfrage kann das Angebot an Bestandsaktien um bis zu 25,3 Mio. Aktien erhöht werden.

Auf Basis der Preisspanne hätte Innogy nach abgeschlossener Kapitalerhöhung eine Marktkapitalisierung von 17,8 bis 20 Mrd. Euro. RWE würde nach Abschluss der Transaktion zwischen 75 und 82 Prozent der Innogy-Anteile halten und bliebe damit Mehrheitsaktionärin. Für Aktien im Gesamtvolumen von 940 Mio. Euro liegt bereits ein bindendes Kaufangebot für verschiedene Fonds unter dem Management des Grossinvestors Blackrock vor. (hoe)