Das Atomkraftwerk Fessensheim in Frankreich.
Bild: © Violetta Kuhn/dpa

Höhere Stromproduktion und Sparprogramm treiben EDF an

Der staatliche Atomkonzern EDF setzt seinen Erholungskurs fort. Bereinigt um Sondereffekte legt das Ergebnis deutlich zu.

Im ersten Halbjahr konnte das französische Unternehmen Umsatz und operatives Ergebnis deutlich verbessern. Dazu trugen eine steigende Stromproduktion, höhere Großhandelspreise sowie Einsparungen bei, wie EDF am Dienstag in Paris mitteilte. Der Umsatz erhöhte sich in den ersten sechs Monaten um 5,6 Prozent auf 35,2 Milliarden Euro. Dabei steigerte EDF seine Stromproduktion aus Atomkraftwerken und Wasserkraft in seinem Heimatmarkt sowie aus erneuerbaren Energien deutlich.

Zwar sank der Nettogewinn um fast 14 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro, allerdings hatte EDF im vergangenen Jahr durch Verkäufe von Unternehmensteilen erhebliche Gewinne erzielt. Bereinigt um solche Sonderposten stieg das Ergebnis um mehr als ein Viertel.

Anteil an LNG-Terminal verkauft

Für das laufende Jahr peilt EDF Einsparungen von rund 800 Mio. Euro im Vergleich zu 2015 an. Das seit 2015 laufenden Programm zum Verkauf von Unternehmensteilen im Volumen von rund 10 Milliarden Euro soll noch vor Jahresende abgeschlossen werden. Zuletzt hatte EDF Mitte Juli einen Vertrag zum Verkauf seines Anteils am Flüssigerdgasterminal in Dunkirk unterzeichnet. (dpa/hil)