v.l.n.r: Urban Keussen (Innovation und Technik), Stefan Dohler (Vorstandsvorsitzender), Wolfgang Mücher (Finanzen), Michael Heidkamp (Markt) blicken positiv in die Zukunft von EWE.
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EWE: Milliarden-Investment trotz Gewinnrückgang

Trotz Gewinneinbußen von einem Viertel: Der Oldenburger Energiekonzern EWE will in die zukunftsweisende Technologien investieren.

Beim Oldenburger Energieanbieter EWE stehen Breitbandausbau, Mobilität und erneuerbare Energien ganz oben auf dem Investitionsplan. Dies stärke die Zukunftsfähigkeit der Region, sagte der Vorstandsvorsitzende Stefan Dohler am Donnerstag bei der Vorstellung des jüngsten Geschäftsberichts. Demnach sollen 1,2 Mrd. Euro in den Ausbau des Glasfasernetzes fließen, sowie weitere 600 Mio. Euro in den Rollout von Smart Metern und in die Umstellung von L- auf H-Gas.

Mit den Zahlen für das vergangene Geschäftsjahr zeigte sich EWE zufrieden, obwohl der Konzern einen Gewinnrückgang hinnehmen muss. Das Ergebnis unterm Strich sank um fast ein Viertel auf rund 256 Mio. Euro. Nach Unternehmensangaben hatte es im Jahr 2016 Sondereffekte gegeben, die viel Geld in die Kasse gespült hatten. Im darauffolgenden Jahr fielen diese weg. Die Entwicklung war bereits durch die Vorstellung der vorläufigen Zahlen im März bekannt. Dohler bekräftigte den Anspruch seines Unternehmens, eine führende Rolle bei der Energiewende zu spielen.

Lohnenswerte Investitionen 2017

EWE investierte im Berichtsjahr vorrangig in größten Bereiche seines operativen Geschäfts -  das regulierte Netzgeschäft und die Erzeugung erneuerbarer Energien. Und das zahlte sich aus: Die Auszahlungen für Investitionen sind dabei im Vergleich zum Vorjahr (469,2 Mio. Euro) um rund zwölf Prozent auf 525,6 Mio. Euro gestiegen. Rückläufig waren im Vorjahresvergleich die Auszahlungen für Investitionen in der Türkei – dies ist hauptsächlich darauf zurückzuführen, dass im Vorjahr die türkische Telekommunikationstochter Millenicom erworben wurde. (dpa/ls)