Stawag: Rekordergebnis für 2015

Die Erneuerbaren tragen bei der Stawag drei Millionen Euro zum Ergebnis bei. Für die Stadt Aachen gibt eine Ausschüttung von insgesamt 41,5 Mio. Euro.

In einem für die Branche schwierigen Umfeld blickt die Aachener Stawag auf ein sehr gutes Geschäftsjahr 2015 zurück. Dies hob Dr. Peter Asmuth, Vorstand des Unternehmens, bei der Jahrespressekonferenz am Montag hervor. Das operative Ergebnis lag mit 33,5 Mio. Euro vor sonstigen Steuern deutlich über dem Wert von 2014, als 11,5 Millionen Euro erwirtschaftet wurden.

Zusätzlich zu den Konzessionsabgaben in Höhe von knapp 15 Mio. Euro schüttet das Unternehmen für die Stadt Aachen 27 Mio. Euro an den Anteilseigner aus. Tragende Säulen des Unternehmens seien weiterhin der Energievertrieb und die Versorgungsinfrastruktur gewesen, hebt Asmuth hervor. Aber auch beim Ausbau der Erneuerbaren sowie beim Beteiligungsgeschäft habe man sehr gute Ergebnisse eingefahren.

Der Aachener Energieversorger habe sich in den vergangenen Jahren weiter kommunal beteiligt. Etwa 2013 mit 25,1 Prozent an den Stadtwerken Lübeck, sowie an vier Stadtwerke Gründungen. Zudem unterstütze man die Kommunen in Rösrath, Wachtberg, Waldbröl und Ruppichteroth. Anfang 2014 übernahm man den Betrieb der Stromnetze in Simmerath und Monschau. Der Energieversorger habe nun nicht nur 250 000 Kunden in Aachen, sondern auch weitere 100 000 außerhalb der Stadt.

Das hochmoderne Kraftwerk Lünen belaste jedoch die Bilanz weiterhin im Erzeugungsbereich. Es schreibe aufgrund der sehr niedrigen Börsenstrompreise weiter Verluste. Für das gasbetriebene GuD-Kraftwerk Hamm-Uentrop habe man zusammen mit den anderen Gesellschaftern eine Restrukturierung beschlossen. Seit 2015 sei daher ein wesentlich flexiblerer und wirtschaftlicherer Einsatz der Anlage möglich.

Bis 2020 will man die gleiche Menge grünen Stroms in eigenen Anlagen erzeugen, wie die Aachener Privat- und Gewerbekunden verbrauchen. Mehr als die Hälfte dieses Ziels habe man schon erreicht: 380 Mio. kWh produzieren die EEG-Anlagen der Stawag inzwischen jährlich. Die erneuerbaren Energien würden mit einem Ergebnis von über drei Millionen Euro schon heute wesentlich zum wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens beitragen.

Der Gesamtumsatz lag mit rund 433 Mio. Euro leicht unter dem des Vorjahres. Aufgrund weitgehend stabiler Kundenzahlen im Kerngebiet Aachen und einem weiteren Wachstum bei den erneuerbaren Energien zeigte sich die Stawag zuversichtlich, auch im laufenden Jahr positive Ergebnisse zu erzielen. Allerdings werde man kein Rekordergebnis mehr wie 2015 erwarten – das auch durch eine Neuberechnung von Pensionsrückstellungen positiv beeinflusst worden sei. (len)