EEG-freier Strom aus Trinkwasser

Vom Frühjahr 2013 an bauen die Stadtwerke Rödental bei Coburg zur Stromproduktion eine Wasserkraftanlage in einem Trinkwasser-Hochbehälter – ganz ohne EEG-Vergütung.

Mit einer Fallhöhe von 85 m und einer relativ großen Durchflussmenge von 1,5 Mio. l Wasser täglich hat der Trinkwasser-Hochbehälter Rödental-Mahnberg im nordbayerischen Kreis Coburg gute Voraussetzungen für eine energetische Nutzung des Trinkwassers. Daher bauen die Stadtwerke Rödental Anfang des nächsten Jahres eine Wasserkraftanlage. Diese Anlage aus Edelstahl kommt in das bestehende Trinkwasserrohr, das die Trinkwasseraufbereitungsanlage (TWA) im Mönchrödener Forst mit dem 85 m tiefer gelegenen Hochbehälter Mahnberg verbindet.


Bei einer Leistung von 20 kW erwarten die Stadtwerke eine jährliche Stromproduktion von ca. 80 000 kWh. Das entspricht rein rechnerisch 4000 Volllaststunden im Jahr. Der Kommunalversorger will ausdrücklich keine Förderung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) in Anspruch nehmen. Der Wasserkraft-Strom soll über ein eigenes Produkt verkauft werden und rechne sich bereits dann, wenn lediglich mit dem börsennotierten Strompreis kalkuliert wird. (sg)