Thüga bündelt Metering und Energieeffizienz

Von 1. Januar an wird die Thüga Smart-Service GmbH ihr Geschäft aufnehmen. In der neuen Gesellschaft hat die Thüga zwei Töchter zusammengeführt.

Die Thüga Metering-Service und die Thüga Energieeffizienz werden im neuen Jahr Thüga Smart-Service GmbH heißen. "Dieser Schritt ist eine logische Antwort auf die Entwicklungen des Energiemarktes", erklärt Michael Richel, Vorstandsvorsitzender der Thüga AG.

Zum einen müssen die Stadtwerke sinkende Erträge aus Vertrieb und Netz durch effiziente Lösungen kompensieren. Zum anderen wird der Kunde zunehmend autarker, erzeugt und speichert Strom selbst und kann über die gesamte Wertschöpfungskette entscheiden, ob "make or buy".

"Für Versorger bedeutet das, sie müssen die Anwendungswelt des Kunden technologisch an den Energiemarkt anbinden. Das erfordert ein hohes Maß an informationstechnologischer und energiewirtschaftlicher Kompetenz", erklärt Peter Hornfischer. Er ist Geschäftsführer der Thüga-Metering Service und wird dieselbe Position bei der neuen Gesellschaft ausführen. Franz Schulte, der die Thüga Energieeffizienz führt, wird ebenfalls Geschäftsführer der Thüga Smart-Service GmbH.

Hinzu komme, dass eine relativ kleine Kundenzahl eine wirtschaftliche Umsetzung für ein einzelnes Stadtwerk erschwert. Die neue Gesellschaft setzt daher auf Skaleneffekte durch die zentrale Bündelung von Dienstleistungen sowie IT- und Expertenwissen.

Angeboten werde eine breite und abgestimmte Lösungswelt, unterstreicht Schulte. Eine Kernaufgabe des Unternehmens sei die Smart-Meter-Gateway-Administration. Eine Besonderheit hier sei, dass man die Software selbst entwickle und in den eigenen Rechenzentren als Software-as-a-Service (SaaS) betreibe, so Hornfischer. Die neue Gesellschaft soll auch operative Hilfe anbieten von der Anwendung der IT-Plattformen durch eigene Experten bis hin zu White-Label-Lösungen mit abgestimmter Vertriebsunterstützung. (sg)