Emissionshandel für Mittelständler

Kleine und mittlere Unternehmen sollen es vom 1. August an leichter haben, am CO2-Emissionshandel der EEX teilzunehmen.

Die Leipziger Energiebörse teilte gestern mit, sie schaffe der neuen Zielgruppe dann einen eingeschränkten, aber vergünstigten Zugang zu ihrem Handelssegment mit europäischen CO2-Ausstoßrechten (EUA). Die Beschränkung liegt darin, dass kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit entsprechend geringerer Finanzkraft ausschließlich an den Primärmarktauktionen teilnehmen dürfen ("auction only"). Dies sind jene Auktionen, in denen die EEX CO2-Emissionsrechte Teilnehmerstaaten des Europäischen Emissionshandelssystems in verschiedenen Turni und Tranchen am Spotmarkt an der EEX versteigern. Derzeit sind das Deutschland, Holland und Litauen und für die dritte Handelsperiode (2013–20) die EU-Förderbank EIB.

 

Zu den Vergünstigungen gehören der Verzicht auf den Nachweis eines haftenden Eigenkapitals von 50 000 € sowie auf Jahresentgelte, ein nur optionaler, verbilligter technischer (IT-)Handelszugang und die fakultative Eingabe der Gebote durch die Marktsteuerung der Börse. Auf diese Weise brauchen KMU keine Händler zu benennen; sie sparen die Kosten der Börsenhändlerprüfung. (geo)