Warnstreik bei Thüringer Energie Service

Mitarbeiter einer Tochtergesellschaft der Thüringer Energie fordern mehr Lohn. Bisher verliefen drei Tarifverhandlungen ohne Ergebnis.

Der Warnstreik dauerte den ganzen Tag. Teilgenommen haben am vergangenen Mittwoch in Jena rund 120 der 274 Mitarbeiter der Thüringer Energie Service GmbH (TES). Das bestätigen übereinstimmend ein Sprecher des Mutterkonzerns Thüringer Energie (TEAG) und die Gewerkschaft Verdi. Mit der Arbeitsniederlegung bei der 100-prozentigen TEAG-Tochter wollten die Mitarbeiter der Servicegesellschaft ihren Forderungen nach einem verbesserten Angebot in den laufenden Tarifverhandlungen Nachdruck verleihen.

Ende vergangenen Jahres war der Haustarifvertrag ausgelaufen und von der Gewerkschaft Verdi gekündigt worden. Diese fordert eine Erhöhung des Monatslohns um einen Sockelbetrag von 150 Euro für alle Beschäftigten und eine Vertragslaufzeit von einem Jahr. Der Arbeitgeber hingegen hat eine Einmalzahlung von 600 Euro für das erste Halbjahr diesen Jahres und anschließend eine Erhöhung des Sockelbetrages für sämtliche Mitarbeiter um 50 Euro monatlich angeboten. Anders als die Gewerkschaft strebt die TEAG aber eine längere Vertragslaufzeit von 27 Monaten an. Drei Verhandlungsrunden führten bisher zu keiner Einigung. Die Gewerkschaft setzt nach eigenen Angaben nach wie vor auf ein Einlenken der Arbeitgeberseite.

Gemäß einem TEAG-Sprecher übernimmt die TES eine Vielzahl administrativer und technischer Dienstleistungen für den Vertrieb der TEAG und gewisser Tochterfirmen. Die TES sei erst vor zwei Jahren gegründet worden. Zuvor waren ihre Aufgabenfelder innerhalb der TEAG angesiedelt, seien aber auch von zahlreichen externen Mitarbeitern aus Leihfirmen übernommen worden, so der TEAG-Sprecher. (hoe)