Bürgerbegehren zu Kraftwerk Wedel

Das schleswig-holsteinische Innenministerium gestattet ein Bürgerbegehren zum Kraftwerksstandort Wedel.

Das geplante GuD-Kraftwerk von Vattenfall am Standort Wedel bekommt Gegenwind: Die Bürgerinitiative "Stopp - kein Megakraftwerk Wedel" gab bekannt, dass das schleswig-holsteinische Innenministerium am 20. September ein Bürgerbegehren zum Kraftwerksstandort Wedel gestattet habe. "Wedel steht somit vor seinem ersten Bürgerentscheid. Entweder übernimmt der Rat der Stadt Wedel die Forderung oder es wird innerhalb der nächsten drei Monate eine Wahl abgehalten", so Kerstin Lueckow von der Bürgerinitiative. Das Problem sieht die Bürgerinitiative in der Lärmbelästigung.

Mit dem Bürgerentscheid wehrt sich die Bürgerinitiative gegen den von der Stadt aufgestellten Bebauungsplan für das Kraftwerks-Gelände. So habe die Stadt Wedel lediglich einen Bebauungsplan für den Rand des Geländes erarbeitet. Ausgespart bleibt das Zentrum des Geländes, wo das Kraftwerk entsteht.

Das Wedel-Schulauer Tageblatt berichtete unterdessen, dass das Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR) bis Ende des Monats die Genehmigung für das geplante Kraftwerk erteilen will. "Es gibt keine unüberwindlichen Hindernisse, die der Genehmigung im Wege stünden", zitiert das Blatt den Sprecher der LLUR, Martin Schmidt. (al)