ESWE Versorgung

Rekorde in Serie bei Wiesbadener ESWE

Die Versorgertochter des Konzerns erzielte 2014 das dritte Rekordergebnis hintereinander – Grund seien die früh gestellten strategischen Weichen.

Es sei das beste Ergebnis aller Zeiten bei ESWE Versorgung – und das bereits zum dritten Mal in Folge. Der Vorsteuergewinn (EBT) für 2014 beim Wiesbadener Versorger beträgt 59,9 Mio. €, im Vorjahr waren es 55,4 Mio. € gewesen. Dies liegt deutlich über dem ursprünglichen Wirtschaftsplan, in dem ESWE Versorgung ein Ergebnis von 53,4 Mio. € angepeilt hatte. Ursache für die gute Entwicklung sei, dass ESWE Versorgung frühzeitig strategische Weichen gestellt habe, ohne die Kernkompetenzen zu vernachlässigen. In den vergangenen Jahren habe sich das Unternehmen mit regionaler und ökologischer Ausrichtung als Energieversorger weiter etabliert. Zudem versorge man knapp 140 000 Stromkunden außerhalb des angestammten Versorgungsgebiets.

Das betriebliche Ergebnis (EBIT) liegt mit 45,5 Mio. € zwar unter dem Vorjahresergebnis von 49,6 Mio. €, allerdings ebenfalls deutlich höher als im Wirtschaftsplan (39,1 Mio. €) prognostiziert. Demgegenüber steht ein gegenüber dem Vorjahr um 75 % verbessertes Beteiligungsergebnis von 17,9 Mio. € (Plan: 18,9 Mio. €).

Das betriebliche Ergebnis sei hauptsächlich belastet durch die rückläufigen Umsatzerlöse,  die Bildung  von Drohverlustrückstellungen sowie erhöhte  Netznutzungskosten in fremden Netzgebieten. Das deutlich höhere Beteiligungsergebnis war verursacht durch die gestiegene Ausschüttung der Kraftwerke Mainz-Wiesbaden AG in Höhe von 20,0 Mio. € (Vorjahr 10,0 Mio. €). Andererseits war die Verlustübernahme von der Stadtwerke Wiesbaden Netz GmbH mit 3,1 Mio. € höher als im Vorjahr (0,5 Mio €). Das Unternehmensergebnis nach Steuern von 55,3 Mio. € (Vorjahr 51,1 Mio. €) wird nach einer Ausgleichszahlung an den Minderheitsaktionär Thüga (49,38 %) vollständig an die WVV Wiesbaden Holding GmbH abgeführt.

Die nutzbare Stromabgabe ging deutlich um 11,2 % auf 1,18 Mrd. kWh zurück. Die aus Versorgersicht ausgesprochen mäßigen Temperaturen in den Wintermonaten führten dazu, dass die nutzbare Gasabgabe an die Kunden um 27,3 %
auf 2,55 Mrd. kWh zurückging. Bei der nutzbaren Fernwärmeabgabe verzeichnete der Versorger einen Rückgang um 15,8 % auf 227,1 Mio. kWh. Der witterungsbedingte Rückgang sei durch den bereits seit Jahren durchgeführten kontinuierlichen Ausbau des Fernwärmenetzes sowie den Einsatz des Biomasseheizkraftwerks nur ansatzweise kompensiert worden. (wa)