DEW21 macht Weg frei für Steag-Ausstieg

Der Dortmunder Kommunalversorger stellt die Weichen für eine Übertragung seiner Steag-Anteile an die Stadtwerke Dortmund.

Der Aufsichtsrat des kommunalen Versorgers Dortmunder Energie und Wasser (DEW21) hat beschlossen, die Steag-Anteile an die Dortmunder Stadtwerke (DSW 21) weiterzureichen. Ein Sprecher der Dortmunder Stadtwerke bestätigte gegenüber der ZfK einen gestern erschienenen Artikel der "Ruhr-Nachrichten". Die DEW21 halten 18 Prozent der Anteile am Essener Energieversorger Steag, der Buchwert soll bei rund 68 Mio. Euro liegen. Anfang Dezember diesen Jahres muss nun der Aufsichtsrat der DSW21 über die Übertragung der Anteile entscheiden. 

Die Dortmunder Kommunalunternehmen hatten 2014 gemeinsam mit fünf anderen Ruhrgebiets-Stadtwerken die Steag komplett übernommen. Vor Kurzem hat die Steag den Abbau von bis zu 1000 Stellen angekündigt und eine deutliche Reduzierung der Ausschüttungen bis 2020. Die DEW21 könnten sich durch eine Übertragung der Anteile auf ihr Kerngeschäft konzentrieren und würden durch eine Wertberichtigung bei der Steag nicht zusätzlich belastet, wird ein Sprecher der DSW21 in dem Zeitungsartikel zitiert. Die DSW21 würden durch den möglichen Deal zum größten Einzelgesellschafter innerhalb des Stadtwerke-Konsortiums aufsteigen. Aktuell halten sie 18 Prozent der Anteile, nach einer Übertragung wären es 36 Prozent. (hoe)