Für 60 % der Stromsparwilligen ist die Anschaffung neuer Haushaltsgeräte eine Option. Bild: Dena

Deutsche wollen Strom sparen

Eine von Lichtblick in Auftrag gegebene Studie zeigt, dass sich drei Viertel aller Deutschen wegen hoher Strompreise einschränken wollen.

Die Studie "Stromsparen in deutschen Haushalten" ergab, dass 76 % der deutschen Bürger sich vornehmen, mit bewussten Verhaltensänderungen auf die steigenden Strompreise zu reagieren. Zwei Drittel sind in diesem Zusammenhang bereit, eine kostenlose Energiesparberatung in Anspruch zu nehmen. Lediglich ein Viertel der Befragten gibt an, die von Umweltminister Peter Altmaier in Aussicht gestellte Beratung nicht nutzen zu wollen.

Weitere Ergebnisse der Studie sind:

  • Die beliebteste Maßnahme: Alles abschalten, was nicht gebraucht wird. 82 % der Strom-Spar-Ambitionierten wollen Lampen und elektronische Geräte künftig immer ausschalten, wenn sie abwesend sind oder diese gerade nicht benötigen.
  • Drei Viertel der Befragten wollen auf den Stand-by-Modus verzichten.
  • Jeder Dritte setzt auf Steckdosen mit Zeitschaltuhr.
  • Drei Viertel der Befragten wollen alte Glühbirnen aussortieren.
  • 60 % denken über die Anschaffung effizienterer Elektrogeräte nach.
  • 74 % möchten auf das Kochen ohne Deckel verzichten.
  • 64 % der Teilnehmer nehmen sich vor, künftig ihre Kühlgeräte regelmäßig abzutauen
  • 63 % wollen erhitzte Gerichte erst abkühlen lassen, bevor sie sie im Kühlschrank lagern.
  • 55 % haben sich das Fertiggaren in der Resthitze des Backofens vorgenommen.
  • Weitere 55 % der Sparwilligen wollen auf den Wäschetrockner verzichten.
  • 45 % streben an, nur noch bei 30 °C zu waschen.

Gero Lücking, geschäftsführender Direktor Energiewirtschaft bei Lichtblick, bedauert in Anbetracht der Studienergebnisse, dass in den letzten Wochen von der kostenlosen „Altmaier-Beratung” nichts mehr zu hören sei.

Im Rahmen der Studie wurden 1065 Bundesbürger befragt. Das Gutachten kann unter www.lichtblick.de/studie-stromsparen heruntergeladen werden. (msz)