EnBW empfiehlt Zeag Delisting

Bei einer Einstellung der Börsennotierung werde der Karlsruher Konzern den Streubesitzaktionären der Zeag ein freiwilliges Erwerbsangebot unterbreiten.

Aufgrund der Börsennotierung entstehen bei der Zeag Energie AG in Heilbronn pro Jahr Verwaltungskosten im unteren sechsstelligen Eurobereich. Ein Aufwand, der aus Sicht der Mehrheitsaktionärin EnBW nicht im Verhältnis zum Nutzen einer Börsennotierung steht. EnBW hat daher dem Zeag-Vorstand empfohlen, die Einstellung der Börsennotierung zu beschließen. Dabei handelt es sich um einen Widerruf der Zulassung zum Handel im regulierten Markt bei der Börse Stuttgart. Außerdem habe EnBW der Zeag vorgeschlagen, auf ein Ausscheiden der Zeag-Aktien aus dem Freiverkehr der Börse Berlin hinzuwirken.

EnBW hält mehr als 98 % der Aktien an der Zeag; der Rest liegt im Streubesitz. Sollten Vorstand und Aufsichtsrat der Zeag das Delisting beschließen, will EnBW den Streubesitzaktionären ein freiwilliges öffentliches Angebot zum Erwerb aller Zeag-Aktien unterbreiten.

Das Ziel einer Börsennotierung, Zugang zum Kapitalmarkt zu erhalten, wird laut EnBW-Vorstand Dr. Bernhard Beck bei der Zeag schon seit Längerem nicht mehr verfolgt. (wa)