Das Steinkohlekraftwerk Lünen ist gut ausgelastet.
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Trianel: Kohlekraftwerk Lünen ist gut ausgelastet

Das Trianel Kohlekraftwerk Lünen hat in den ersten drei Betriebsmonaten 2018 einen Auslastungsgrad von 90 Prozent erreicht.

Trianel erwartet für sein hocheffizientes Steinkohlekraftwerk am Lüner Stummhafen in diesem Jahr eine Auslastung von 80 bis 90 Prozent, teilte das Unternehmen mit. „Moderne Steinkohlekraftwerke wie in Lünen werden für die Deckung der Strom- und Wärmenachfrage gebraucht und leisten einen effizienten Beitrag für die Versorgungssicherheit“, stellt Stefan Paul, Geschäftsführer der Trianel Kohlekraftwerk Lünen GmbH & Co. KG (TKL) dazu fest.

Im zurückliegenden Betriebsjahr produzierte das Trianel Kohlekraftwerke Lünen mit rund 3,58 Mrd. kWh knapp ein Viertel weniger Strom als 2016. Notwendige Reparaturmaßnahmen führten zu einem rund zweimonatigen Stillstand des 750-MW-Blocks von Mitte Oktober bis kurz vor Weihnachten, turnusgemäße Revisionsarbeiten kamen hinzu. Auf die vollständigen neun Betriebsmonate von Januar bis Ende September 2017 bezogen erreichte das Trianel Kraftwerk einen durchschnittlichen Auslastungsgrad von rund 80 Prozent im zurückliegenden Produktionsjahr. Mit einer mittleren Brutto-Stromproduktion von rund 378 Mio. kWh pro Monat liegt damit das Produktionsergebnis leicht über dem Niveau des Vorjahreszeitraums 2016, wo 373 Mio. kWh zu verzeichnen waren.

Energieproduzent mahnt klaren Fahrplan für Kohlausstieg an

Das Steinkohlekraftwerk in Lünen ist 2013 ans Netz gegangen. Das Marktumfeld für Kraftwerke sieht der Betreiber auch im fünften Jahr nach der Inbetriebnahme als angespannt an. Die starke Konkurrenz, die sich durch den Ausbau der Erneuerbaren Energien ständig erhöhe, setze die kommunalen Betreiber weiterhin unter Druck. Ein wirtschaftlicher Betrieb moderner, emissionsarmer Steinkohlekraftwerke auf Vollkostenbasis sei im bestehenden Energy-Only-Markt nach wie vor nicht möglich. TKL-Geschäftsführer Paul mahnt: „Ein konkreter Fahrplan für das Auslaufen der Kohleverstromung mit Ausstiegsdatum darf nicht auf die lange Bank geschoben werden.“

Nur ein schrittweises Abschalten der konventionellen Kraftwerksblöcke beginnend mit den ältesten, emissionsintensivsten Kraftwerken ist für Trianel der einzig sinnvolle Weg, um einerseits die Klimaschutzziele erreichbar zu halten und andererseits die Versorgungssicherheit nicht zu gefährden. Da insbesondere der europäische CO2-Markt bislang keine ausreichende Lenkungswirkung entfalte, würden ansonsten Investitionen in moderne Steinkohle- und Gaskraftwerke weiter entwertet. (sig)