Mini-Stadtwerk investiert Löwenanteil in Breitband

Die Stadtwerke Löffingen im Hochschwarzwald planen für dieses Jahr eine schwarze Null. Der Investitionsschwerpunkt liegt in der Glasfaserversorgung.

Nach einem Bericht der Regionalzeitung "Südkurier" haben die Stadtwerke Löffingen, ein Eigenbetrieb des 7500-Einwohner-Marktstädtchens im Kreis Breisgau-Hochschwarzwald, ihren Wirtschaftsplan 2016 vorgestellt. Nach den Vorstellungen von Kämmerer Artur Klausmann sollen sie bei einem geplanten Umsatz von 7,2 Mio. Euro einen Gewinn von 9000 Euro erwirtschaften – eine schwarze Null. Am Donnerstag will der Stadtrat demnach über den Wirtschaftsplan der Stadtwerke wie auch über den städtischen Etat entscheiden.

Der eindeutige Investitionsschwerpunkt liegt im neuen Betriebszweig "Breitbandversorgung" mit 1,2 Mio. Euro. Zweitgrößter Brocken ist die Nahwärme mit 764 000 Euro. In die Wasserversorgung stecken die Stadtwerke 250 000 Euro und in die Stromsparte 223 000 Euro. Die Stadtwerke sind hier der Marktführer in Löffingen sowie einigen Umlandgemeinden. Die drei Bäder – ein Waldbad, ein Freibad und ein Hallenbad – bekommen nur 16 000 Euro für Neu- oder Ersatzbeschaffungen.

Im steuerlichen Querverbund wird das absehbare Defizit der Bäder von 383 000 Euro abgedeckt. Dazu soll die Stromsparte den Löwenanteil von 303 000 Euro beitragen. Geringere Gewinnanteile kommen aus der Nahwärme und dem Betrieb von Blockheizkraftwerken.

Der separat geführte Eigenbetrieb Abwasserentsorgung sieht Einnahmen und Ausgaben von 1,51 Mio. Euro vor. Die Investitionen von 269 000 Euro in diesem Sektor sollen ganz aus Eigenmitteln finanziert werden. (geo)