Stadtwerke Halle verbessern Ergebnis

Aus den Erzeugungsanlagen könne man derzeit stromseitig leider kein Geld verdienen, die Erträge kämen ausschließlich aus dem Fernwärmegeschäft.

Die Stadtwerke Halle haben im letzten Jahr einen Überschuss von 5,9 Mio. € erwirtschaftet. Geschäftsführer Matthias Lux bewertete das abgelaufene Jahr angesichts des sehr warmen Winters und der wirtschaftlichen Verwerfungen am Strommarkt als „positiv“. Im Vorjahr hatte der Konzern, der 542 Mio. € Umsatz erlöste, aufgrund von Sonderabschreibungen auf ein GuD-Kraftwerk noch Verluste erzielt.

Allerdings reichen die Erträge aus dem Energie- und Wassergeschäft nicht vollständig aus, um den öffentlichen Personennahverkehr zu finanzieren. Aus dem Stadthaushalt müssen zusätzlich zum Überschuss des Stadtwerkskonzerns weitere 9,8 Mio € aufgebracht werden, um den Betrieb von Bussen und Bahnen zu finanzieren. Allerdings liegt der Zuschussbedarf um fast 5 Mio. € unter der Prognose.

„Wir können stromseitig aus unseren Erzeugungsanlagen derzeit leider kein Geld verdienen, die Erträge kommen ausschließlich aus dem Fernwärme-Geschäft“, räumt Lux ein und bestätigte, dass für das Heizkraftwerk Dieselstraße eine weitere Abschreibung erforderlich wurde. Auch der Bau des Großwärmespeichers, der eigentlich für 2014 geplant war, musste verschoben werden, „weil sich die Investition derzeit nicht rechnet“. Statt dessen wollen die Stadtwerke ihre 2015 begonnene Beteiligung am Windparkportfolio von Trianel auf zehn Millionen Euro aufstocken.

Für das laufende Jahr rechnet Lux mit ähnlichen Umsatz- und Ergebnisgrößen. Fortgeführt werde ein langfristiges Programm zum Ausbau der `Fernwärmeversorgung, was die schrittweise Sanierung von Hauptleitungen und die Erschließung neuer Wohngebiete einschließt. (masch)