Solingen: Sparkasse stockt Stadtwerke-Anteil auf

Die Stadtsparkasse Solingen erhöht ihren Anteil laut einem Pressebericht von 5,5 auf 8,5 Prozent. Dadurch sollen Wertverluste kompensiert werden.

Die Stadtsparkasse Solingen baut ihren Anteil an den Solingen Stadtwerken aus. Der Verwaltungsrat des Kreditinstituts und der Rat der Stadt Solingen und die Bezirksregierung haben mittlerweile grünes Licht hierzu gegeben, heißt es in einem Bericht des "Solinger Tagblatts". Der Anteil der Sparkasse an dem kommunalen Unternehmen wächst damit von 5,5 auf 8,5 Prozent an. Dem Institut entstehen dadurch keine zusätzlichen Aufwendungen, weil die Anteile an den Stadtwerken Solingen (SWS) in den vergangenen Jahren deutlich an Wert verloren haben. Der Anteil der städtischen Beteiligungsgesellschaft (BSG), der Holding für die kommunalen Töchter, reduziert sich von 94,5 auf 91,5 Prozent.

Laut einem Gutachter sollen die SWS-Anteile rund ein Drittel ihres Wertes eingebüßt haben. Die Stadtwerke Solingen bestätigen auf Anfrage die Richtigkeit des Zeitungsartikels. Der Wert der SWS-Anteile sei gefallen, weil die Energiebranche generell heute schlechter bewertet werde, heißt es. Die SWS hätten aber nicht an Profitabilität eingebüßt.

Die Stadtsparkasse hätte ihre Beteiligung Ende diesen Monats ohne Verlust an die Stadt Solingen zurückgeben können. Die Aufstockung der Anteile bewahrt die  städtische Beteiligungsgesellschaft (BSG) demnach davor, 12,5 Mio. Euro an die Stadtsparkasse zahlen zu müssen. Die Stadtsparkasse war 2011 bei den SWS eingestiegen, um den Rückkauf der Stadtwerkeanteile vom Mannheimer Energieversorger MVV Energie zu ermöglichen. (hoe)