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Effiziente Vermarktung von EEG-Strom

Bundesnetzagentur novelliert die Vermarktungsregeln für Strom auserneuerbaren Energien.

Die Bundesnetzagentur hat im Einvernehmen mit dem Bundeswirtschaftsministerium die Ausgleichsmechanismus-Ausführungsverordnung überarbeitet und im Bundesgesetzblatt veröffentlicht. Das Regelwerk tritt damit am 1. Februar in Kraft.

Ziel sei eine möglichst effiziente und transparente Vermarktung des einspeisevergüteten Strom aus erneuerbaren Energien, so die Behörde. Dieser wird in Deutschland, wenn er von den Produzenten nicht direkt vermarktet wird, von den Übertragungsnetzbetreibern über die Energiebörsen verkauft. Bisher wurde er im vortägigen Börsenhandel lediglich für ganze Stunden vermarktet. Die Novelle ermöglicht den Übertragungsnetzbetreibern nun ergänzend die Nutzung neu eingeführter Handelsprodukte auf viertelstündlicher Basis. Da sich die Produktion von Strom aus erneuerbaren Energien nicht nach vollen Stunden richtet, soll die flexiblere Vermarktung die Verkaufsergebnisse verbessern und damit die EEG-Umlage entlasten, so die Bundesnetzagentur.

Die Novelle stärke zudem die Transparenz. Die Veröffentlichungspflichten der Übertragungsnetzbetreiber werden u. a. um die neuen Vermarktungsmöglichkeiten erweitert und Anwendungsfragen geklärt. So veröffentlichen die Übertragungsnetzbetreiber spätestens mit Ablauf der Übergangsfrist Anfang Mai 2015 die insgesamt über die übliche Day-Ahead-Auktion vermarkteten Strommengen aufgeschlüsselt nach Wind-, Photovoltaik- und sonstiger erneuerbarer Erzeugung.

Um auch in Zukunft die EEG-Umlage vor den Auswirkungen möglicher negativer Preise unterhalb von -150 €/MWh zu schützen, werde die Limitierungsmöglichkeit über den Februar hinaus unbefristet beibehalten. Sie sei inzwischen etabliert und im Erneuerbare-Energien-Gesetz auch gesetzlich ausdrücklich verankert. (wa)