Grafik: EnBW

EnBW: Neue Struktur und Führungsmodell

Der EnBW-Aufsichtsrat stimmte zu, sechs Kerngesellschaften zusammenzuführen und ein neues Führungsmodell zu etablieren.

Ziel ist ein neues Führungsmodell unter dem Titel "EINE EnBW", unter dem die Kerngesellschaften EnBW Trading GmbH, EnBW Operations GmbH, EnBW Vertrieb GmbH, EnBW Systeme Infrastruktur Support GmbH und EnBW Erneuerbare und konventionelle Erzeugung GmbH auf die EnBW AG zusammengeschmolzen werden sollen.

Künftig wird der Konzern über Geschäftseinheiten und Funktionaleinheiten geführt, teilte EnBW heute mit. In den Geschäftseinheiten werden die operativen Kernaktivitäten abgebildet; in den Funktionaleinheiten die konzernweite Unterstützungs- und Governance-Aufgaben. Damit entfällt das Modell einer zentralen Holding ebenso wie zahlreiche Organe von Gesellschaften und Funktionen im Top-Management. Auch die Finanzorganisation erfährt eine Veränderung.

Den Weg hierzu hatte eine zuvor getroffene Einigung zwischen dem Unternehmen, den Arbeitnehmerverbänden und Verdi auf einen Tarifvertrag zu den Arbeitnehmervertretungsstrukturen geebnet. Die Arbeitnehmerinteressen sollen durch den vereinbarten Tarifvertrag inhaltlich und strukturell auch bei der geänderten Konzernstruktur gesichert sein.

Die mit dem neuen Führungsmodell verbundene Umstrukturierung werde unverzüglich starten und noch im laufenden Jahr umgesetzt. Die gesellschaftliche Umstrukturierung wird im ersten Halbjahr 2014 mit der Verschmelzung der sechs EnBW-Kerngesellschaften zur EnBW AG abgeschlossen sein. Der Karlsruher Konzern erwartet sich Effizienzgewinne in deutlicher zweistelliger Millionenhöhe. Auch Entscheidungsprozesse sollen so deutlich schneller als bisher ablaufen und der administrative Aufwand erheblich reduziert werden. (sg)