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Entega beteiligt sich an Start-up Luxstream

Der Energieversorger steigt im Rahmen seiner Startup-Scouting-Initiativen auch in das Beleuchtungscontracting ein. Zusätzlich soll ein Fondsprogramm mit der TU Darmstadt weitere Kooperationen mit Start-ups ermöglichen.

Das Darmstädter Start-up Luxstream ist ein spezialisierter Hersteller für LED- Leuchtmittel für professionelle Anwendungen in Industrie und Gewerbe wie auch für Kommunen. Die Entega strebt eine Beteiligung von 25,1 Prozent an dem Leuchtmittelhersteller an. Das bestätigte die Entega-Vorstandsvorsitzende Dr. Marie-Luise Wolff-Hertwig auf der E-World in einem Gespräch mit der ZfK.

"Wir erhoffen uns von dem Engagement Synergien in mehreren Bereichen", erklärte Wolff-Hertwig. Zum einen könne man dank der Beteiligung Entega-Kunden ein Beleuchtungscontracting mit erheblichen Kostensenkungs- und Emissionsreduzierungspotenzialen anbieten, gleichzeitig eröffne die Entega Luxstreamkunden neue Potenziale bei Energiedienstleistungen. Auch im kommunalen Bereich biete das Thema Beleuchtung viel Wachstumspotenzial. Aktuell stellt die Entega in den Gemeinden ihres Grundversorgungsgebietes rund 2000 Straßenlampen auf LED um. "Durch Luxstream können wir künftig noch individuellere, intelligentere Lösungen anbieten", so Wolff-Hertwig. „Beispielsweise LED-Lösungen, die dank Sensorik nur bei Bewegung angehen und massiv Strom einsparen oder aber die Zahl der Parkplätze oder der ladefähigen Ausstattung vor Ort messen können. Dies ist ein wesentlicher Baustein, um unsere Partnerkommunen in Richtung einer Smart Region zu entwickeln“.

Eingefädelt wurde diese neue Beteiligung von der dreiköpfigen New Business-Unit der Entega, die vor rund zwei Jahren an den Start ging. "Wir gehen auf diverse Start-up-Veranstaltungen und evaluieren das Potenzial der Unternehmen in zwei Richtungen: passen sie zu uns und passen wir zu ihnen", erklärte René Sturm, der Leiter der Unternehmensentwicklung bei Entega. "Wir haben nicht die Strategie, breit gestreut als Venture-Capital-Geber zu agieren. Wenn es von beiden Seiten passt, intensivieren wir die Partnerschaft schnell und unbürokratisch", umreißt Wolff-Hertwig die Zielsetzung.

Zusätzlich zu ihrem Startup-Scouting will Entega über ein gemeinsames Projekt mit der TU Darmstadt die Lücke zwischen Forschung und Anwendung schließen. Hierzu wurde vor kurzem ein Förderprogramm aufgelegt, in das die Entega und die TU Darmstadt jährlich je 300 000 einzahlen. "Wir wollen kein Wagniskapital vergeben, sondern uns langfristig im Geschäft mit diesen Unternehmen engagieren, indem wir innovative Ideen und Gründungsinitiativen fördern, um neue Impulse zu erhalten und uns dadurch breiter aufzustellen", so Wolff-Hertwig.

Mit den Geldern aus dem sogenannten Pioneer Funds sollen sowohl Projekte aus dem gesamten Spektrum der TU Darmstadt gefördert werden, als auch Projekte, die vor allem der Geschäftsfelderweiterung der Entega dienen. Als dritte Säule werden mit den Fondsgeldern auch bereits vorhandene Geschäftsideen mit einem gewissen Reifegrad im Rahmen einer Gründungsvorbereitung unterstützt. (hoe)