Das neue Logo des Netzbetreibers Hanse Werk. Bild: Hanse Werk

Eon Hanse heißt jetzt Hanse Werk

Seit heute (1. Okt. 14) wird aus der Eon Hanse AG die Hanse Werk AG. Bis 2016 will der Netzbetreiber 500 Mio. € investieren.

Die seit 1. Oktober gültige Umbenennung betrifft die Eon Hanse AG und die für die dezentrale Erzeugung zuständige Tochter Eon Hanse Wärme, die jetzt Hanse Werk Natur heißt. Der Netzbetreiber kommt damit den staatlichen Vorgaben zur klaren Trennung zwischen Netz und Vertrieb nach. Schon zuvor habe sich der kommunale Einfluss in dem Unternehmen verstärkt: "Die schleswig-holsteinischen Kreise haben ihre Anteile auf beinahe ein Drittel erhöht", so Hanse-Werk-Vorstand Andreas Fricke. "Gleichzeitig haben mehr als 200 Städte und Gemeinden Anteile an der Tochtergesellschaft Schleswig Holstein Netz AG (SH Netz) erworben". In den letzten Jahren gab es für die kommunalen Partner eine Dividende von rd. 85 Mio. €. Die beiden zur Unternehmensgruppe gehörenden Netzbetreiber Schleswig-Holstein Netz und Hamburg Netz behalten ihre regionalen Namen.

Zwischen 2014–16 will das Unternehmen seine Netze in Norddeutschland mit einem 500-Mio.-€-Investitionsprogramm weiter auf die Energiewende ausrichten. Inzwischen habe die SH Netz über 90 % der im Land installierten EEG-Erzeugungsleistung an ihr Netz angeschlossen. Bis zum Jahresende wird diese installierte Leistung lt. Hanse Werk auf 6000 MW ansteigen; allein in diesem Jahr plane man mit zusätzlichen 800 MW. Bis zum Ende 2020 sollen es 9000–12 000 MW werden. Derzeit liegen die Verbrauchsspitzen Schleswig-Holsteins bei 1500 MW.

In Forschungsprojekte für die Energiewende investiert der Netzbetreiber rd. 25 Mio. €. In Hamburg soll eine Power-to-Gas-Anlage in Betrieb gehen. Auf der Insel Pellworm betreibt Hanse Werk lt. eigenen Angaben das erste intelligente Stromnetz Norddeutschlands. Außerdem erweitere man seine Fahrzeugflotte jedes Jahr um 10 weitere Elektroautos. (sg)