Eon will die Integration des Verteilnetz- und Vertriebsgeschäfts der RWE-Ökostromtochter Innogy zügig vorantreiben.
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Eon meldet Innogy-Übernahme bei EU-Kommission an

Eon folgt RWE – bei der geplanten Neuaufteilung der Geschäftsfelder sind jetzt die Kartellbehörden am Zug. Das dürfte Monate dauern.

Nach RWE hat nun auch Eon die Transaktion zur Aufspaltung und teilweisen Übernahme der RWE-Tochter Innogy zur kartellrechtlichen Überprüfung bei der EU-Kommission angemeldet. Mit der Anmeldung in Brüssel sei der Essener Energiekonzern "einen wichtigen Schritt weitergekommen" den mit RWE vereinbarten Deal zur Übernahme von Innogy ab Mitte 2019 umzusetzen, teilte Eon am Donnerstag mit. Auch sonst liege der Dax-Konzern bei der Vorbereitung der geplanten Integration von Innogy "voll im Plan", erklärte Eon-Vorstandschef Johannes Teyssen.

Mit der Übernahme solle Eon "zu einem klar fokussierten Betreiber europäischer Energienetze und Anbieter moderner Kundenlösungen" weiterentwickelt werden, erklärte Teyssen weiter. Der Anmeldung sei ein umfangreiches Vorverfahren vorausgegangen. In dieser Phase habe Eon bereits umfassende Informationen und Datenmaterial zur Transaktion an die EU-Kommission übermittelt. Die EU-Kommission werde nun in dem förmlichen Verfahren eventuelle Auswirkungen der Transaktion auf den Wettbewerb in Europa prüfen.

Auch RWE-Beteiligung an Eon wird geprüft

RWE hatte am 22. Januar den geplanten Erwerb der erneuerbaren Energien von Eon und der eigenen Tochter Innogy RWE bei der Europäischen Kommission in Brüssel angemeldet. RWE und Eon wollen Innogy bis Ende dieses Jahres unter sich aufteilen. Eon soll das Netz- und Vertriebsgeschäft von Innogy übernehmen, RWE das Ökostromgeschäft von Innogy und von Eon. Außerdem soll RWE mit 16,7 Prozent an Eon beteiligt werden. Diesen Anteilserwerb will RWE zeitnah bei der deutschen und der britischen Kartellbehörde anmelden. (hil)